Naturheilmittel gegen schlechte Körpergerüche

Hitze, übermäßiges Schwitzen, zu warme Kleidung, die Hektik des Tages, synthetische Socken… es gibt viele Auslöser, die für schlechte Körpergerüche verantwortlich sein können. Doch es gibt auch viele natürliche Heilmittel, die sehr wirksam helfen können. In diesem Beitrag erfährst du mehr darüber.

Körpergerüche: wo, wie und warum?

Körpergerüche

Schlechte Gerüche können überall auftreten, an manchen Körperstellen ist die Gefahr jedoch besonders groß: Dazu zählen die Achselhöhlen, die Füße und der Intimbereich. Verschiedene Mikroorganismus lieben feucht-warme Milieus. Durch den Schweiß, insbesondere bei warmen Temperaturen, vermehren sie sich ganz besonders gut. Dann entstehen diese unangenehmen Körpergerüche, da die Bakterien Gase absondern.

In den genannten Bereichen (insbesondere in den Achselhöhlen und an den Füßen) befinden sich besonders viele Schweißdrüsen. Wenn es also heiß ist oder beispielsweise bei sportlichen Aktivitäten, produzieren diese Drüsen Wasser (Schweiß), um die Körpertemperatur zu reduzieren und Probleme zu verhindern. Deshalb schwitzt man auch bei Fieber ganz besonders fest.

Doch Schwitzen hat noch eine weitere Funktion: So werden auch Schadstoffe aus dem Körper ausgeschieden. Bei diesem natürliche Prozess, bei dem kleine, salzige Wassertröpfchen über die Hautporen austreten, werden schädliche Stoffe nach außen transportiert. Man könnte sagen, dass dies eine Art „Atmung“ des Körpers und der Haut ist.

Schweiß und schlechte Gerüche

 

Achselschweiß

Schwitzen erzeugt unangenehme Körpergerüche. Wenn es heiß ist oder bei Hormonveränderungen (bei Frauen beispielsweise in der Menopause oder bestimmten Abschnitten des Menstruationszyklus, bei beiden Geschlechtern in der Pubertät), ist dies unvermeidlich.

Auch bei StressDruck, Sorgen, Angst oder Nervosität kann es zu einer vermehrten Schweißproduktion kommen. Übergewicht ist ebenfalls eine Ursache für vermehrtes Schwitzen.

Wer Schuhe schlechter Qualität trägt, aus synthethischen Materialien und mit zu wenig Belüftung, muss auch mit schlechten Gerüchen rechnen. Der Fuß schwitzt und kann nicht atmen, was zu Pilzen und Bakterien führen kann. Wenn zusätzlich die Socken aus synthetischen Materialien sind, kann der Schweiß nicht aufgenommen werden und es entsteht schlechter Fußgeruch.

schlechtriechende-Schuhe

Auch durch Kleidung aus synthetischen Stoffen kann es, insbesondere im Achsel- und Intimbereich, zu vermehrtem Schwitzen kommen. Deshalb solltest du immer Kleidung aus Baumwolle oder anderen natürlichen Fasern wählen.

Wusstest du, dass auch die Ernährung eine großen Einfluss auf den Körpergeruch hat? Das ist ganz logisch: Wenn du raffinierten Zucker, Frittiertes, tierische Fette, Wurst oder andere prozessierte Nahrungsmittel zu dir nimmst, muss der Organismus mehr Schadstoffe (die in den genannten Produkten vorhanden sind) ausscheiden. Deshalb solltest du dies vermeiden, indem du dich für eine gesunde Ernährung mit Obst und Gemüse (beides am besten roh), Vollkorngetreide, Samen und Hülsenfrüchte entscheidest und zusätzlich zwei Liter Wasser am Tag trinkst.

Eine natürliche Methode gegen schlechte Körpergerüche ist natürlich auch eine perfekte Hygiene: Im Sommer, wenn es sehr heiß ist, sind vielleicht zwei Duschen täglich statt nur eine notwendig. Die betroffenen Stellen mehrmals täglich mit Wasser und hautfreundlicher Seife waschen und eventuell parfümieren, wenn dadurch keine Hautreizungen entstehen.

Verzichte auf Antitranspirantien aus der Sprühdose oder als Creme, denn diese verstopfen nur die Poren, was zu noch schlimmeren Gerüchen führen kann – damit kommst du in einen Teufelskreis, denn du benötigst immer noch mehr Mittel, um den Geruch zu überdecken. Entscheide dich für natürliche oder selbstgemachte Produkte. Hier ein sehr empfehlenswertes Rezept:

  • 5 Minzblätter
  • 5 Rosmarinblätter
  • 1 Tasse kochendes Wasser (250 g)

Die Kräuter mit dem heißen Wasser überbrühen und ziehen lassen. Danach abseihen und in eine Glasflasche füllen. Befeuchte etwas Watte mit diesem Aufguss und säubere damit Achselhöhlen und Füße.

Es ist auch ratsam, immer Ersatzkleidung dabei zu haben, wenn du lange außer Haus bist. Ätherische Öle (z.B. Lavendelöl) können ebenfalls gegen schlechte Körpergerüche helfen.

Zwei unfehlbare Hausmittel gegen ungewünschte Gerüche sind Cholrophyll und grüner Tee. Mit Chlorophyll wird der Körper gereingit und Schadstoffe ausgeleitet. Du kannst dir in einem Reformhaus Kapseln kaufen, doch eine natürliche Lösung ist Weizen oder Gras in einem grünen Smoothie. Grüner Tee wirkt stark reinigend und fördert auch die Fettverbrennung. Trinke täglich ein bis zwei Tassen!

Wenn der Geruch in den Achselhöhlen deshalb auftritt, weil du zu viel Deo verwendest, kannst du diese Stelle mit einer Mischung aus Natron und Zitrone peelen. Danach solltest du jedoch nicht mehr außer Haus, da die Zitrone bei Sonnenbestrahlung Flecken verursachen könnte. Du kannst auch Natron und Wasser mischen und als natürliches Antitranspirans verwenden – diese Mischung ist sehr wirksam und kann auch für die Füße verwendet werden.

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