Jetzt ist die richtige Zeit für Zimt!

9 November, 2017
Wenn die Tage kürzer werden und die Temperaturen in den Keller sinken, dann ist wieder Zeit für Zimt! Erfahre, warum!

Im Spätherbst und Winter ist die optimale Zeit für Zimt. Nicht nur, weil Zimt zur Vorweihnachtszeit dazu gehört und in Leckereien wie Zimtsternen und Glühwein für herrlichen Duft und Geschmack sorgt, sondern auch, weil er von innen wärmt.

Entdecke noch mehr Gründe, warum jetzt Zeit für Zimt ist!

Welcher Zimt ist „richtig“?

Wenn es wieder Zeit für Zimt wird, tauchen viele Produkte, die Zimt enthalten, auf dem Markt auf. Doch nicht jeder Hersteller verwendet den gesunden Zimt, sodass es Produkte gibt, die gefährliche Werte aufweisen. Doch welcher Zimt ist besser?

Grundsätzlich gibt es zwei unterschiedliche Sorten Zimt, die im Handel als Gewürz angeboten werden.

Der klassische Ceylon-Zimt wächst in Burma, Bangladesch oder Sri Lanka und hat ein feineres, edleres Aroma. Schärfer und billiger würzt der Cassia-Zimt, der in großen Mengen aus China kommt.

Den Unterschied erkennst du auch an den Röllchen, die aus der Rinde geformt werden: Cassia Zimt wird in dickere Rindenscheiben geschnitten, bevor er zu Rollen geformt wird. Je dünner und feinblättriger, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass es sich um Ceylon-Zimt handelt.

Grundsätzlich solltest du zum Verzehr Ceylon-Zimt verwenden und nur zu Dekorationszwecken und zur Beduftung den Cassia-Zimt wählen. Letzterer enthält nämlich erhebliche Mengen an Cumarin, welches giftig ist.

Die Stiftung Warentest warnte nach einem Test vor vielen Zimtsternen und anderem Weihnachtsgebäck, das mit dem billigeren Cassia-Zimt gewürzt, bis zu 37x höhere Cumarinwerte als erlaubt enthielt!

Achte also unbedingt darauf, welchen Zimt du zum Verzehr kaufst, wenn im Handel die Zeit für Zimt wieder eingeläutet wird!

Zeit für ZimtHerrlich wohltuend: Zimtöl

Ätherisches Zimtöl ist, wie alle ätherischen Öle, auf vielfältige Weise wirksam.

Ätherische Öle sind jedoch kostbar und bitte keinesfalls zu verwechseln mit Duftölen, die nach Zimt riechen. Diese synthetischen Düfte bewirken in unserem Körper rein gar nichts.

Echtes Zimtöl beruht auf dem Wirkprinzip ätherischer Öle, deren Wirkstoffe zum Beispiel bei einer Massage durch die Haut aufgenommen und durch die Nase an das Gehirn weitergegeben werden.

Es ist wichtig, nur naturbelassene ätherische Öle zu verwenden, damit die aromatherapeutische Wirkung gesichert ist.

Es ist wissenschaftlich noch nicht vollkommen entschlüsselt, welche Stoffe der ätherischen Öle genau auf den Körper wirken.

Man nimmt aber an, dass es das Zusammenspiel aller sekundärer Pflanzenstoffe im Öl ist und kein isolierter Inhaltstoff. Wenn die Zeit für Zimt wieder da ist, kannst du mit Zimtöl dein Zuhause beduften…

Zeit für Zimt und ZitmölZimt in der Naturheilkunde

Generell ist eigentlich das ganze Jahr über Zeit für Zimt, denn Zimt wird auch in der Naturheilkunde verwendet und hat viele Wirkungen. Zimt wirkt:

  • appetitanregend,
  • verdauungsfördernd,
  • wehentreibend und
  • Zimtöl wirkt auch antimikrobiell.

Achtung: Wegen seiner wehentreibenden Wirkung darf Zimt von Schwangeren nicht in zu hoher Dosis verzehrt werden! Während der Geburt wird Zimt jedoch gelegentlich von Hebammen eingesetzt, um die Wehen zu stimulieren.

Achte weiterhin, wie schon beschrieben, darauf, nur Ceylon-Zimt zur naturheilkundlichen Anwendung zu nutzen!

Wirkt Zimt auch gegen Diabetes?

Im Handel gibt es Zimtkapseln, die bei Diabetes helfen sollen, indem sie versprechen, den Blutzuckerspiegel zu senken.

Das Bundesamt für Risikobewertung (BfR) warnt jedoch vor solchen Mitteln, da sie in der Regel den billigen Cassia-Zimt enthalten und so hohe Cumarinkonzentrationen haben, dass es zu Leberschäden kommen kann!

Die Studienlage zur blutzuckersenkenden Wirkung von Zimt ist unklar, weswegen du in Hinblick auf sehr wahrscheinliche Gesundheitsrisiken von Cassiazimt auf die Anwendung verzichten solltest.

Zeit für Zimt und Tee mit ZitroneWenn Appetitlosigkeit herrscht, ist es Zeit für Zimt!

Zugegeben, der Duft von Zimt allein kann schon genügen, um den Appetit anzuregen und das Wasser im Mund zusammenlaufen zu lassen. Zimt regt auch die Magensaftproduktion an, was zu einer besseren Verdauung und zu einem gesteigerten Appetit führt.

Serviere einem Appetitlosen dazu vor den Mahlzeiten eine Tasse solchen Tees, der einfach zubereitet ist.

Koche dazu etwa 2 Stangen Zimt in einem halben Liter Wasser auf. Wenn du die Zimtstangen in Stücke brichst, wird das Aroma intensiver. In Kombination mit Ingwer könnte auch ein schlechter Esser Bärenhunger bekommen…

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