Interessante Aspekte rund um Depression

Eine Depression ist nicht einfach zu verstehen – für Betroffene und Angehörige.

Wer unter Depression leidet, hat nicht allein mit den sich daraus ergebenden Schwierigkeiten zu kämpfen. Auch das soziale Umfeld ist von dieser Krankheit beeinflusst und viele brauchen Anhaltspunkte rund um das Thema, um mit Betroffenen besser umgehen zu können.

Depression rechtzeitig erkennen

Eine Depression beginnt mit einer depressiven Verstimmung, die Übergänge sind jedoch fließend.

Aus einer depressiven Verstimmung kannst du dich selbst wieder herausarbeiten, aus einer Depression nicht. Auch ein Burnout gehört zu einer Depression!

Daher ist es wichtig, schon bei den ersten Anzeichen einer Depression, diese als solche zu erkennen und sofort zu handeln! Das gilt für dich selbst, wenn du depressiv verstimmt (oder schon depressiv) bist, aber genauso für jeden, der vermutet, sein Familienangehöriger, Freund oder Kollege könnte am Anfang einer Depression stehen.

Folgende Symptome sind Alarmzeichen und sollten Betroffene wie auch Angehörige wach rütteln:

  • Schlafstörungen
  • Veränderter Appetit
  • Negative Gedanken
  • Schuldgefühle
  • Konzentrationsstörungen
  • Entscheidungsprobleme
  • Große Müdigkeit
  • Antriebslosigkeit
  • Vereinsamung
  • Diffuse Schmerzen

Es müssen nicht immer alle Symptome zusammenkommen, daher sollten dich besonders Schlafstörungen und Antriebslosigkeit aufhorchen lassen und zum Handeln bringen. Je eher man nun handelt, desto besser!

Frau mit DepressionGemeinsame Suche nach der Ursache

Solche negativen Gemütsschwankungen haben meist einen konkreten Anlass, etwa Ärger im Beruf oder im Privatleben, ein Verlusterlebnis, eine Krankheit.

Ganz selten sind sie diffus, wie zum Beispiel die sogenannte Winterdepression. In den allermeisten Fällen aber gibt es einen ganz bestimmten Auslöser – und den gilt es, zu finden!

Viele unterschiedliche Umstände können zu einer depressiven Verstimmung führen: Überforderung, Stress im Beruf, Stress in der Familie, Beziehungsprobleme, schwere Krankheit, Doppelbelastungen wie durch Beruf und Familie oder Beruf und Krankheit.

Oft kommt „das Eine zum Anderen“ und meistens führen mehrere Faktoren dazu, dass die gewohnte Stimmungslage häufiger oder von stärkeren Tiefs gezeichnet ist.

Erkennt man, welche Faktoren einen „nach unten ziehen“, kann man auch daran arbeiten, sie zu ändern.

Gemeinsam bewegen

Bewegung bringt nicht nur den Kreislauf in Schwung. Das körpereigene Glückshormon Serotonin wird ausgeschüttet und wirkt so doppelt gegen düstere Gedanken.

Wer sich an der frischen Luft bewegt, tut sich und seiner Stimmung doppelt gut: Tageslicht und Sonneneinstrahlung führen ebenfalls zur Ausschüttung von Serotonin, ein Spaziergang an der frischen Luft wirkt daher doppelt positiv!

Baue die Bewegung fest in deinen Tagesablauf ein: der Spaziergang in der Mittagspause oder die Verabredung zum Sportkurs am Abend mit einer Freundin.

Mutter mit DepressionBetroffene nicht „fallen lassen“!

Freunde und Familienmitglieder können helfen, aus dem gefühlten „Loch“ wieder herauszukommen.

Gespräche oder gemeinsame Unternehmungen mit Freunden lenken ab und sorgen für positivere Stimmung. Wenn andere lachen und Freude haben, lässt man sich gerne davon anstecken.

Gemeinsame Pläne schmieden hilft, den Blick positiv in die Zukunft zu richten.

Plane solche Treffen mit Freunden oder der Familie regelmäßig in deine Woche ein, um nicht einsam in deiner trüben Stimmung „zu versauern“!

Kennst du einen depressiven Menschen, so sei aktiv und hole ihn aus dem Loch heraus! Es hilft dem Patienten nichts, wenn man ihn meidet!

Nimm oder biete Hilfe an!

Deine Depression bestimmt deine Gedanken und lässt dich keinen klaren Willen formulieren und feste Entschlüsse fassen, die du dann auch umsetzt.

Es fällt dir schwer, rigoros „nein“ zur Depression zu sagen. Daher nimm professionelle Hilfe an, die dich dabei unterstützt, diese Entscheidung bewusst zu treffen und das „Nein zur Depression“ auch konkret umzusetzen.

Denn alleine mit der Entscheidung ist es nicht getan! Nimm professionelle Hilfe in Anspruch. Sprich mit deinem Arzt darüber. Er weiß, wie du aus dem dunklen Tal wieder herauskommst!

Eventuell wird er dich überweisen oder dir Tabletten verschreiben. Halte dich daran, damit die Sonne in deinem Leben wieder scheint!

Ist dein Freund, Kollege oder Angehöriger betroffen und schafft es nicht selbst, sich professionelle Hilfe zu suchen oder diese anzunehmen?

Hilf und unterstütze dabei, denn du weißt, wie wichtig das ist!

Die Wahrnehmung Betroffener während einer Depression ist von der Krankheit beeinträchtig und hindert sie daran, wichtige Dinge so zu sehen, wie sie wirklich sind. Du kannst und solltest Betroffene also darin unterstützen, sich Hilfe zu suchen.

Eine Depression ist kein Dauerzustand, der ein Leben lang anhalten muss.

Es gibt Mittel und Wege, den Zustand zu bessern. Leider fällt das während einer Depression schwer, zu glauben und Betroffene bilden sich ein „das bringt eh alles nichts“.

Es ist allein deine Depression, die zu diesem Irrglauben führt! Unterstütze deinen Freund oder wer auch immer unter der Krankheit leidet daher konstant, auch wenn dieser anderer Überzeugung ist!