Honig fürs Hirn: ein leckerer Energieschub

Honig ist sehr vielseitig zu verwenden – und wirkt erstaunlich auf dein Gehirn!

Honig ist seit Jahrhunderten als altbekanntes traditionelles Heilmittel, aber auch wertvolle Zutat in Küche und Kosmetik bekannt. Lerne heute etwas mehr über Honig und was das flüssige Gold der Bienen in deinem Gehirn bewirkt.

Honig: das flüssige Gold der Bienen

Auch, wenn es schon oft vorgekommen ist, Honig aus Wasser und Zucker zu fälschen oder mit diesen beiden Zutaten zu strecken, so ist die Entstehung von echtem Bienenhonig ein durchaus komplexer Vorgang.

Dabei nehmen die Bienen mit ihrem Rüssel Blütennektar oder auch andere süße Säfte an lebenden Pflanzen auf, reichern ihn dann mit körpereigenen Stoffen an, verändern ihn in ihrem Körper, speichern ihn anschließend in Waben und lassen ihn so zu Honig reifen.

Während die Biene mit dem in ihr gespeicherten Blütennektar zurück zum Bienenstock fliegt, wird der Nektar in ihr mit Säuren, Enzymen und sonstige Eiweißen vermischt und beginnt dadurch sofort zu reifen.

Dabei werden die Zuckermoleküle des Nektars verändert und das Gesamtgemisch mit Stoffen angereichert, die das Wachstum von Pilzen und Bakterien hemmen. Der noch sehr junge Honig ist in dieser Phase auch noch sehr flüssig und muss eingedickt werden.

Dazu saugt die Biene die wieder ausgeschiedene Flüssigkeit mehrmals hintereinander mit ihrem Rüssel wieder ein und füllt ihn danach in eine Wabe. Die Waben werden alle zunächst nur zur Hälfte gefüllt und erst nach und nach weiter aufgefüllt, damit die Verdunstung möglichst hoch ist.

Um die Eindickung des Sirups durch Verdunstung zu beschleunigen, fächeln die Bienen mit ihren Flügeln ständig Luft über die Waben.

Beträgt der Wassergehalt nur noch ca. 20%, saugen die Bienen den Honig wieder aus den Waben heraus und lagern ihn in ihr „Lager“ ein, wo sie jede Wabe mit Bienenwachs verschließen. Erst dann ist der Honig reif und der Imker kann ihn ernten.

Honig
Inhaltstoffe im Honig

Honig war vor der Herstellung von Zucker aus Zuckerrüben fast das einzige Süßungsmittel in unseren Breiten. Er besteht aus bis zu 85% verschiedenen Arten von Zucker (Fructose, Glucose, Saccharose, Maltose und weitere Mehrfachzucker) und ist daher genauso ungesund wie Zucker – bei ähnlichem Kaloriengehalt!

Was Honig von Kristallzucker unterscheidet, sind seine zusätzlichen wertvollen Inhaltstoffe:

  • Pollen
  • Mineralstoffe
  • Proteine
  • Enzyme
  • Aminosäuren
  • Vitamine
  • Natürliche Farb- und Aromastoffe

Wer sich den Gehalt dieser Stoffe in Milligramm pro 100g Honig anschaut, dem wird schnell klar: Man müsste schon ein ganzes Fass Honig essen, um davon zu profitieren! Für unseren Körper stellt Honig daher in erster Linie eine Energiequelle aus „Zucker plus Wasser“ dar, deren Energie sehr schnell verfügbar ist.

Honig für das Gehirn
Honig fürs Hirn

Unser Gehirn hat einen hohen Energiebedarf. Bis zu 20 Prozent der durch Nahrung aufgenommenen Energie verwendet unser Körper für die Aufrechterhaltung aller Funktionen unseres Denkorgans.

Dabei geht es natürlich nicht nur um das Denken an sich, sondern um alle Funktionen, die unser „Großcomputer“ aus unserem Kopf heraus steuert.

Alle unsere Körperfunktionen werden in der Schaltzentrale Gehirn verwaltet, weswegen es wichtig ist, das Gehirn stets mit Energie zu versorgen. Unser „Oberstübchen“ braucht Kohlenhydrate als Energiequelle, also Zucker.

Das bedeutet keinesfalls, dass wir Zucker essen sollten, denn die beste Quelle für Zucker schließt sich der Körper selbst aus Getreideprodukten, den komplexen Kohlenhydraten, auf.

Je mehr Ballaststoffe damit gereicht werden (also Vollkornprodukte), desto effizienter und nachhaltiger geschieht die Umwandlung der komplexen Kohlenhydrate in Zucker und desto länger kann auch das Gehirn mit Energie versorgt werden.

Manchmal jedoch gibt es Situationen, in denen man leicht unterzuckert. Heißhunger tritt auf, eine Denkblockade hemmt das effiziente Arbeiten, die Konzentration sinkt, das Arbeitstempo verlangsamt sich, man hat das Gefühl, langsamer zu denken, Zusammenhänge weniger schnell zu begreifen und müde im Kopf zu sein.

Dies können Anzeichen dafür sein, dass deinem Gehirn die Energie ausgeht und dein Körper gerade dabei ist, Energie aus den Depots zu mobilisieren.

Leider nutzt er dafür in erster Linie Eiweiß zur Energiegewinnung, also deine Muskelmasse und nicht dein Hüftgold. Kannst du in solchen Situationen keine ganze Mahlzeit essen, versuche es mit Honig!

Der darin enthaltene Zucker wird sehr schnell ins Blut aufgenommen und steht daher besonders schnell deinem Gehirn als Energiequelle zur Verfügung! Ob du den Honig dann pur vom Löffel schleckst oder in Tee einrührst, bleibt dir selbst überlassen. Dein Gehirn freut sich so oder so über den Energieschub!

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