Hilfe bei Scheidentrockenheit

Auch natürliche Mittel können eine gute Hilfe bei Scheidentrockenheit darstellen. Probiere es aus!

Wer auf der Suche nach Hilfe bei Scheidentrockenheit ist, hat meist mit diversen Symptomen zu kämpfen, die von Juckreiz bis hin zu Infektionen reichen.

Die Ursachen sind vielfältig wie auch die verschiedenen Ideen, die Hilfe bei Scheidentrockenheit versprechen.

Wann brauchst du Hilfe bei Scheidentrockenheit?

Wenn du auf der Suche nach Hilfe bei Scheidentrockenheit bist, solltest du dich als Erstes auf die Suche nach der Ursache machen, bevor du am Symptom arbeitest.

Eine genaue Definition für Scheidentrockenheit gibt es nicht, weil viel auch vom subjektiven Empfinden betroffener Frauen abhängt.

Im Durchschnitt scheidet jede Frau jeden Tag etwa zwei bis fünf Gramm Scheidenflüssigkeit ab. Die Flüssigkeit wird im Gebärmutterhals und in Schleimhautzellen der Scheide gebildet.

Die Aktivität dieser feuchtigkeitsbildenden Zellen ist von der Durchblutung der Vagina abhängig. Eine mangelhafte Durchblutung ist meist der Hauptgrund für Scheidentrockenheit. Weitere Ursachen können sein:

  • Bluthochdruck: Wer unter Bluthochdruck leidet, sollte unbedingt etwas dagegen unternehmen, da bei Bluthochdruck Gefäße nachhaltig geschädigt werden. Zu diesen Blutgefäßen gehören auch jene in der Vagina. Sind diese durch hohen Blutdruck gestört oder schon geschädigt, entsteht durch mangelhafte Durchblutung des Bereiches ebenfalls Scheidentrockenheit.
  • Diabetes: Frauen, die unter Diabetes mellitus leiden, sind überdurchschnittlich oft von Scheidentrockenheit betroffen. Die Zuckerkrankheit beeinflusst die Durchblutung in vielen Bereichen des Körpers, so auch in der Vagina.
  • Hormonschwankungen: Die Durchblutung der Vagina ist meist durch hormonelle Schwankungen vermindert. Die meisten Beschwerden erfahren Frauen in den Wechseljahren, in denen Schätzungen zufolge etwa jede dritte Frau von Scheidentrockenheit betroffen ist. Aber auch Hormonschwankung durch Schwangerschaft und Stillzeit können der Grund sein. Chirurgische Eingriffe an Gebärmutter und Eierstock und darauffolgende Hormonschwankungen können ebenfalls zu Scheidentrockenheit führen. Manche Anti-Baby-Pillen haben auch Auswirkungen auf die Befeuchtung der Scheide, da sie auch nichts anderes als Hormonpräparate sind.
  • Psychische Probleme: Angst, erhöhter Stress und große Nervosität können ebenfalls dazu führen, dass die Befeuchtung der Scheide nicht richtig funktioniert. Dass seelische Ursachen sich in körperlichen Leiden äußern, ist ein weit verbreitetes Phänomen.
  • Krankheiten: Zusätzlich zu den oben genannten Ursachen gibt es noch weitere Krankheiten, die die Durchblutung der Vagina und somit auch deren Befeuchtung beeinträchtigen. Dazu gehören: Multiple Sklerose, Endometriose, Krebs und Autoimmunerkrankungen
  • Lebensstil: Auch ein ungesunder Lebensstil kann zu Scheidentrockenheit führen. Grundsätzlich kann alles, was die Durchblutung verringert oder stört zu Scheidentrockenheit führen. Dazu gehört Nikotin / Rauchen und Alkohol, da beide Stoffe Zellgifte sind und sich negativ auf die Durchblutung auswirken. Auch übertriebene Intimhygiene kann zu verminderter Befeuchtung der Scheide führen, da aggressive Seifen oder Duschgele die empfindliche Scheidenflora zerstören oder aus dem Gleichgewicht bringen können.

Hilfe bei ScheidentrockenheitHilfe bei Scheidentrockenheit

Der erste Schritt sollte immer zum Frauenarzt führen, wenn man das Gefühl hat, unter Scheidentrockenheit zu leiden.

Auch, wenn dies nur gelegentlich der Fall ist, sollten solche Beschwerden immer von einem Arzt abgeklärt werden. Oft ist die Lösung des Problems ganz einfach – zum Beispiel ein anderes Medikament oder eine andere Dosierung.

Erst nachdem der Arzt die Ursache abgeklärt hat, kannst du folgende Hausmittel ausprobieren, die Hilfe bei Scheidentrockenheit versprechen:

Hilfe bei Scheidentrockenheit durch Aloe vera

Aloe vera

Ein dünner Film von reinem Gel der Aloe vera Pflanze bringt vorübergehend Linderung und beruhigt die gereizten Schleimhäute. Nach Bedarf gerne mehrmals täglich auftragen.

Bitte achte darauf, dass du nur das reine Gel ohne Zusatz von Alkohol verwendest, denn Alkohol wirkt zusätzlich stark austrocknend und ist dann alles andere als eine Hilfe bei Scheidentrockenheit!

Sitzbad in Essigwasser

Ist das Scheidenmilieu durch übertriebene Intimhygiene gestört, kann ein Sitzbad in lauwarmem Wasser mit etwas Essig, zum Beispiel Apfelessig helfen, das saure Milieu der Scheide beim Wiederaufbau zu unterstützen. Du musst nicht ganz in Essigwasser baden, ein 10-minütiges Sitzbad in einer Wanne reicht völlig!

Chlorwasser meiden

Chlorwasser trocknet die Haut – auch die in der Scheide aus. Zusätzlich stört Chlorwasser auch noch das empfindliche bakterielle Milieu in der Scheide.

Wenn du Probleme mit Scheidentrockenheit hast, solltest du also Schwimmbäder meiden, die stark chlorhaltiges Wasser im Becken haben.

Hilfe bei Scheidentrockenheit können Menstruationstassen bietenVerzichte auf Tampons

Tampons sind sehr saugfähig und machen keinen Unterschied zwischen Blut und Scheidenflüssigkeit. Durch die Verwendung von Tampons während der Periode werden die Beschwerden der Scheidentrockenheit nur zusätzlich verstärkt.

Hilfe bei Scheidentrockenheit können Menstruationstassen bieten, die das Blut auffangen, ohne die Scheide auszutrocknen.

Stressbewältigung

Gibt es keine andere Ursache von Scheidentrockenheit als seelische Belastungen durch Angst, Stress oder Nervosität, dann lohnt es sich nicht nur in Hinsicht auf wirksame Hilfe bei Scheidentrockenheit, Methoden zur Bewältigung von Stress und anderen psychischen Belastungen zu erlernen.

Bewegung

Regelmäßige Bewegung fördert die Durchblutung am gesamten Körper – auch die der Vagina. Je besser diese durchblutet ist, desto besser ist die Scheide auch befeuchtet.

Regelmäßige Bewegung hat mehr Vorteile, also baue sie in deinen Alltag ein – nicht nur, als Hilfe bei Scheidentrockenheit!

Hilfe bei Scheidentrockenheit kann lockere Kleidung bringenLockere Kleidung tragen

Das Tragen von engen Hosen, String Tangas oder Unterwäsche aus Kunstfasern kann durch höhere Temperaturen und herabgesetzte Atmungsaktivität dazu führen, dass sich ungünstige Bakterien in der Scheidenflora ausbreiten und das Scheidenmilieu dadurch gestört wird.

Ziel sollte es sein, durch Unterwäsche aus Naturfasern und locker sitzende Kleidung das Scheidenmilieu stabil zu halten.

Kategorien: Natürliche Heilmittel Tags:
Auch interessant