Gehen – eine leichte Übung, um gesund in Form zu kommen

Beim Gehen arbeitet der gesamte Körper, was sich bereits nach kurzer Zeit auch bemerkbar macht: Wir kommen in Form und sind auch mental stärker belastbar, denn beim Gehen werden Endorphine frei, mit denen wir uns besser fühlen.

Viele Personen wissen gar nicht, wie gesund das Gehen ist. Es gibt nur wenige Bewegungsformen, die so einfach und problemlos umzusetzen sind und gleichzeitig so gesund sind. Wir sind zum Gehen geboren und ermüden deshalb während eines Spaziergangs weniger schnell als bei anderen Aktivitäten.

Einen weiteren Pluspunkt sehen wir darin, dass das Gehen häufig als Einstieg in ein bewegteres Leben dient. Wer regelmäßig und zügig geht, stärkt damit vor allem sein Herz-Kreislauf-System, weil das Herz trainiert wird. Während Fett verbrannt ist, wird Muskulatur aufgebaut.

Wer gehen möchte, kann damit jederzeit beginnen. Die Alltagsroutine kann nach und nach angepasst werden und es ist nicht nötig, morgen eine Stunde zu gehen, wenn du dich seit Wochen kaum bewegt hast. Du kannst die Intensität des Spaziergangs selbst steuern und auch ohne professionelle Geräte ganz gut einschätzen.

Es gibt viele Faktoren, die zusammenwirken, wenn es darum geht, die optimale Gehgeschwindigkeit zu bestimmen. Zu ihnen zählen Körpergewicht, Kondition, Alter und Größe. Es ist klar, dass eine übergewichtige Seniorin deutlich mehr Schwierigkeiten damit haben wird, diese Routine anzunehmen, als ein junger Mensch, der sein Leben lang Sport getrieben hat.

Auch wenn wir von diesem Detail einmal absehen, können wir doch uneingeschränkt sagen, dass regelmäßiges Gehen eine sehr effektive Form ist, etwas für die Gesundheit zu tun.

Gehen hilft, das Körpergewicht zu halten

Waage

Wer abnehmen möchte, muss täglich mehr Kalorien verbrennen als er zu sich nimmt. Als Faustzahl gilt dabei eine Differenz von 500 kcal zwischen Aufnahme und Verbrauch.

Je nachdem, wie schnell und wie lange du gehst, kannst du beim täglichen Spaziergang schon bis zu 150 kcal verbrennen. Da beim Sport der Stoffwechsel angeregt wird – und diese Wirkung auch nach dem Spaziergang noch anhält – werden darüber hinaus auch noch weitere Energiespeicher geleert.

Die Bewegung hilft, Muskelmasse und Muskeltonus zu steigern und mehr Muskeln verfügen über eine höhere Kapazität zur Fettverbrennung als weniger Muskeln. So tust du also gleichzeitig etwas für Bauch, Beine und Po.

Du bist auf der Suche nach weiteren Tipps zum Training von Bauch, Beinen und Po? Hier wirst du fündig: Für einen straffen Po – die drei besten Übungen für zu Hause

Bewegung schützt das Herz

Während der Aktivität wird dein Herz gefordert, die Herzfrequenz steigt an und es wird mehr Sauerstoff mit mehr Blut in die Gewebe gepumpt. So können alle Körperzellen ohne Einschränkungen mit Sauerstoff versorgt werden.

Wenn du dich jeden Tag etwas bewegst, kannst du dein persönliches Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen absenken und das schließt so häufige Todesursachen wie Atherosklerose, Herzinfarkt und Schlaganfall ein. Ein wesentlicher Grund dafür ist, dass die regelmäßige Bewegung zu einer Senkung des Blutspiegels an „schlechtem“ Cholesterin beiträgt, während der des „guten“ Cholesterins steigt.

Als ob das noch nicht genug wäre, schaffen wir beim zügigen Gehen auch die Voraussetzungen für einen gesunden Blutdruck. Sport hilft, Bluthochdruck vorzubeugen und zu kontrollieren, was sich wiederum auf das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen auswirkt.

Sagen wir der Cellulite den Kampf an

Cellulite durch regelmäßiges Gehen bekämpfen

Hast du genug von deiner Cellulite? Ergänze deine tägliche Routine um einen nicht allzu langsam gegangenen Spaziergang, der mindestens 30 Minuten lang ist. So wirst du schneller zu den von dir gewünschten Ergebnissen gelangen.

Das Gehen fördert die Ausscheidung von im Gewebe eingelagerter Flüssigkeit und von Toxinen, die hier gespeichert sind; Fett wird verbrannt. Mit dem Sport bekämpfst du also sämtliche Hauptursachen der Cellulite.

Prophylaxe chronischer Erkrankungen

Grundsätzlich stärken wir beim Sport unsere Immunabwehr und Sportler leiden seltener an Erkältungen und anderen Infektionskrankheiten, sowohl bakterieller als auch viraler Ursache.

Personen, bei denen ein erhöhtes Risiko für bestimmte chronische Erkrankungen wie Asthma, Diabetes mellitus Typ 2 oder Krebs besteht, können von täglicher Bewegung ebenfalls stark profitieren.

Im Gegensatz zu anderen Sportarten handelt es sich beim Gehen um eine Form der Bewegung, bei der Gelenke und Knochen nur wenig belastet werden. So lässt sich dem Verlust von Knochenmasse und einer daraus folgenden Osteoporose entgegenwirken.

Steigerung des Wohlbefindens

Wohlbefinden durch Gehen

Der regelmäßige Spaziergang kann zur Quelle natürlicher Energie für dich werden und wirkt Wunder in der Prophylaxe und Therapie vieler Erkrankungen, insbesondere von Depressionen. Bewegung und frische Luft vertreiben negative Emotionen.

Beim Gehen wird die Durchblutung angeregt und die Gewebe bekommen mehr Sauerstoff: die gut versorgte Nervenzelle hilft dir, deine Konzentration zu steigern; die gut versorgte Abwehrzelle ist besser gegen Eindringlinge gewappnet und du, du wirst dich einfach wohlfühlen.

Deine Laune wird in vielen Fällen schon während des Spaziergangs besser, denn beim Gehen werden Endorphine ausgeschüttet, mit denen Anspannung, Angst und Stress gelöst werden können.

Um das Beste aus dem täglichen Spaziergang zu machen, suchst du dir einen ruhigen Ort an frischer Luft, an dem du dich ungestört bewegen kannst.

Gehen passt super in deine Routine!

Nachdem du nun die vielfältigen Vorteile des Gehens kennengelernt hast, bleibt noch der letzte und wichtigste Schritt zu tun. Räume dem täglichen Spaziergang einen kleinen aber festen Platz in deinem Alltag ein. Du brauchst nicht mehr als 30 bis 60 Minuten Zeit pro Tag und kannst dafür deine körperliche und geistige Gesundheit bedeutend verbessern.

Alles andere überlassen wir dir. Gehen kann man zu jeder Tageszeit, allein oder in Gesellschaft, wie auch immer du magst.

Wo stehen deine Turnschuhe?

Wenn du schon länger „aus dem Rhythmus“ bist und nicht weißt, wie du neu beginnen sollst – Zurück zum Sport nach langer Pause

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