Was gegen Schnarchen hilft – dein eigenes oder das deines Partners

Nacht für Nacht sägst du oder dein Partner, was das Zeug hält. Der ganze Wald dürfte längst schon Kleinholz sein, aber jede Nacht geht es wieder los, das lästige Schnarchen. Was dagegen hilft, liest du hier.

Wie entsteht Schnarchen?

Grundsätzlich entsteht das Schnarchgeräusch durch flatternde Bewegungen des Gaumens und des Zäpfchens, zum Teil auch des Zungengrundes und des Rachens beim Atmen. Es kann in einigen Fällen, zum Beispiel bei Schnupfen oder Allergie, durch Nasenatmungsbehinderungen hervorgerufen werden. Das Schnarchen ist meistens auch noch abhängig von der Lage, in der sich der Schlafende befindet. So kommt es häufig in der Rückenlage zum Schnarchen, wenn der Unterkiefer nicht gestützt ist und man durch den geöffneten Mund atmet.

Schnarchen (Kopie)Was begünstigt Schnarchen?

Eine der häufigsten Ursachen für Schnarchen ist und bleibt das Übergewicht. Da sich Fett auch im Rachenbereich ablagert und so den Atemdurchmesser verengt, ist Schnarchen eine logische Folge von Übergewicht. Wer übergewichtig ist, fügt sich also nicht nur selbst Schaden zu, sondern kann auch die Gesundheit seines Partners durch nächtliches Schnarchen und dadurch entstehenden Schlafmangel schädigen. Eine Gewichtsreduktion kann das Schnarchen abstellen oder signifikant reduzieren! Weitere Ursachen des Schnarchens liegen im Alkoholkonsum und der Einnahme von Beruhigungsmitteln und Schlaftabletten. Durch Alkohol und andere Substanzen erschlafft das Gaumensegel und das nervtötende und für alle Beteiligten gesundheitsschädliche Schnarchen beginnt.

Was hilft gegen Schnarchen?

Im Internet kursieren viele Tipps, die Leidgeplagten Hilfe versprechen. Ob solche Heilkräuter, Getränke, Tees oder sonstige Methoden wirklich helfen, ist von Einzelfall zu Einzelfall unterschiedlich. Du musst es ausprobieren. Was wirklich hilft, liest du hier. Es kann sein, dass nicht ein Tipp alleine zur Nachtruhe verhilft, aber eine Kombination mehrerer Tipps – zum Beispiel Gewichtsreduktion und kein Alkoholkonsum – den gewünschten Effekt bringt. Manchmal kann es aber auch ganz einfach sein, zum Beispiel bei einer Allergie: die Allergie wird festgestellt, das Allergen beseitigt und der nächtliche Spuk hat ein Ende!

schnarchenAbnehmen!

Da Übergewicht die häufigste Ursache von Schnarchen ist und das Schnarchen nicht die einzige gesundheitlich negative Folge von Übergewicht ist, macht es mehr als Sinn, sein Körpergewicht auf ein Normalmaß zu reduzieren. Damit hilft man nicht nur sich selbst und fördert seine eigene Gesundheit, sondern auch der Partner, der jetzt wieder besser schlafen kann freut sich über einen besseren Gesundheitszustand!

schnarchen-vermeiden1Apnoe ausschließen

Egal, was der Grund für dein eigenes Schnarchen oder das deines Partners ist: Du solltest unbedingt aufpassen, ob eine Schlafapnoe vorliegt. Das sind Atemaussetzer im Schlaf. Diese sind gefährlich und müssen unbedingt behandelt werden! Lasse dies unbedingt von einem Arzt abklären. Dazu muss der Schnarchende eine Nacht mit ein paar Elektroden am Körper schlafen, mit denen Schlafgeräusche von Herz und Lunge aufgezeichnet werden. Nach der Auswertung dieser Daten beim Arzt kann die Diagnose gestellt werden.

Allergietest machen

Tritt das Schnarchen nur nachts und dann durch verstopfte Nase auf, ist die Ursache oft eine Allergie auf in der Matratze und in den Bettwaren wohnende Hausstaubmilben. Ein Allergietest hilft weiter – und ein Austausch der gesamten Bettausrüstung auch! Vielleicht klärt der Allergietest aber auch dahingehend auf, dass der Auslöser der Allergie und des Schnarchens durch die allergieverstopfte Nase gar nicht Hausstaubmilben, sondern andere Stoffe im Schlafzimmer sind. Schimmelpilze etwa, Chemikalien aus der Inneneinrichtung oder andere Ausdünstungen aus Möbeln zum Beispiel.

Alkohol xAlkohol und Schlaftabletten meiden

Alkohol ist Ursache vieler negativer Folgen für deinen Gesundheitszustand. Gelegentlicher und mäßiger Konsum ist o.k. – fängt dein Partner nach Alkoholgenuss an, zu schnarchen, dann war es zu viel und er hat seiner Gesundheit schon vor dem Schnarchkonzert geschadet. Auch Schlaftabletten und Beruhigungsmittel sollten nicht regelmäßig eingenommen werden. Es gibt gute und wirksame pflanzliche Mittel wie Baldrian, Hopfen, Melisse und das Hormon Melatonin, die beim Ein- und Durchschlafen helfen – und das ganz ohne Förderung des Schnarchens!

Schnuller tragen

In der Apotheke gibt es spezielle Helferlein, „Schnarchschnuller“ genannt, zu kaufen, die dafür sorgen, dass der Mund beim Schlafenden geschlossen bleibt – auch in Rückenlage – und somit das Schnarchen verhindert – oder zumindest etwas gemindert wird. Vielleicht hilft so ein Schnarchschnuller auch nur in Kombination mit einem der oben genannten Tricks? Probiere es aus!

Umdrehen

Da die meisten Menschen hauptsächlich in Rückenlage schnarchen, reicht oft schon das Umdrehen auf den Bauch oder die Seite, um das Schnarchen zu stoppen. Wenn du nicht jede Nacht einen Boxkampf mit deinem Partner austragen möchtest oder er mit dir unsinnige Diskussionen „aber ich schnarche doch nie“ vom Zaun bricht, dann hilft vielleicht der Trick mit den im T-Shirt eingenähten Tennisbällen…

 

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