Fibromyalgiesyndrom – Therapie- und Behandlungsmöglichkeiten

Fibromyalgie ist eine Krankheit unbekannter Ätiologie, bei der es zu chronischen Muskel- und Gelenkschmerzen sowie anderen Symptomen kommt. 

Das Fibromyalgiesyndrom (FMS) ist nicht heilbar und stellt für die Medizin eine große Herausforderung dar.

Die genauen Ursachen dieser Krankheit sind noch immer unbekannt, was die Behandlung sehr schwierig macht.

Es handelt sich um eine Krankheit, die das Leben der betroffenen stark einschränkt. Chronische Schmerzen, insbesondere des Bewegungsapparats, und andere Symptome, beeinträchtigen die Lebensqualität zum Teil sehr stark.

Fest steht, dass es sich um eine Krankheit rheumatologischen Ursprungs handelt. Die Schmerzen werden durch einen gestörten Haushalt der Nervenbotenstoffe (Neurotransmitter) verursacht.

Die Behandlung muss bei Fibromyalgie unterschiedliche Therapien einschließen, damit die Beschwerden gelindert und die Patienten sich im Alltag zurechtfinden können.

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Fibromyalgiesyndrom: allgemeine Aspekte

Fibromyalgie ist eine Krankheit, die Patienten manchmal stark in ihren alltäglichen Aufgaben einschränkt. Am schlimmsten sind die Schmerzen, die über einen langen Zeitraum sehr intensiv sein können.

Die diffusen chronischen Muskelschmerzen treten meist in der Nähe von Gelenken in verschiedenen Körperbereichen gleichzeitig auf.

Fibromyalgiesyndrom

Die Diagnose dieser Krankheit ist sehr kompliziert. Es gibt noch immer keine eindeutigen Laborproben, um diese zu identifizieren. 

Normalerweise diagnostiziert ein Arzt das Fibromyalgiesyndrom anhand von 18 definierten Punkten, die Tender-Points genannt werden.

Diese sensiblen Druckpunkte befinden sich im Bereich der Muskeln und an den Ansätzen und Übergängen der Sehnen.

Darüber hinaus werden folgende allgemeinen Symptome berücksichtigt:

  • Müdigkeit
  • Steifheit
  • Schlafstörungen
  • kognitiver Verfall
  • Depression und Angst
  • Magen-Darm-Störungen

Experten unterscheiden vier Arten der Fibromyalgie, um die Behandlung der Krankheit zu erleichtern:

  • Typ 1: keine anderen Krankheiten sind vorhanden
  • Typ II: gleichzeitig bestehen rheumatische und Autoimmunkrankheiten
  • Typ III: es sind schwerwiegende psychopathologische Störungen vorhanden
  • Typ IV: zu dieser Gruppe gehören Patienten, die simulieren, diese Krankheit zu haben.

Fibromyalgiesyndrom: Behandlung

Die Behandlung von Fibromyalgie ist rein symptomatisch, denn es handelt sich um eine chronische, unheilbare Krankheit.

Mit verschiedenen Therapien wird bezweckt, die Beschwerden zu reduzieren und der betroffenen Person ein würdiges Leben zu ermöglichen.

Diese Krankheit fordert ein umfassendes und multimodales Behandlungskonzept. Dabei werden insbesondere folgende drei Aspekte berücksichtigt.

  • Linderung der Schmerzen
  • Verbesserung der Funktionalität
  • Psychische Verfassung des Patienten

Grundlegend ist die Erziehung der kranken Person. Wenn diese nicht kooperiert ist eine Behandlung praktisch unmöglich. Je mehr die betroffene Person aktiv an der Behandlung teilnimmt, desto wahrscheinlicher sind die Möglichkeiten, Symptome zu lindern.

Experten empfehlen den Patienten zusätzlich zu anderen Maßnahmen auch eine Psychotherapie (kognitive Verhaltenstherapie).

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Behandlung durch Arzneimittel

Zur Behandlung von Fibromyalgie werden meist Arzneimittel gegen Schmerzen und Entzündungen verschrieben. Häufig nehmen Patienten Tramadol und/oder Paracetamol ein.

Entzündungshemmende, nicht-steroide Medikamente sind gegen die Schmerzen meist nicht so wirkungsvoll. Im Allgemeinen werden diese zusätzlich über kurze Zeiträume, jedoch nicht systematisch verabreicht.

Darüber hinaus werden auch Arzneimittel wie Benzodiazepine, muskelentspannende und krampflösende Medikamente, Antidepressiva, Steroide und andere Medikamente eingesetzt.

Die Selbstmedikation sollte unbedingt unterlassen werden, denn die Folgen davon könnten gefährlich sein. Allerdings muss man sich auch darüber bewusst sein, dass die Wirksamkeit der Medikamente begrenzt ist. 

Physische Aktivitäten

Physische Aktivität ist ein grundlegender Bestandteil in der Behandlung von Fibromyalgie. Diese ist nicht nur sehr hilfreich, um den körperlichen Zustand der Patienten zu verbessern, sondern hilft auch, Symptome kurzfristig zu reduzieren.

Bewegung gegen Fibromyalgiesyndrom

Bewegung und Sport müssen in diesem Fall den individuellen Voraussetzungen jedes einzelnen Patienten angepasst werden. Der Arzt kann Patienten auch in diesem Bereich beraten.

Nicht zu vergessen ist, dass sportliche Aktivitäten langsam eingeführt werden sollten. Besonders empfehlenswert sind aerobische Übungen, die auch die allgemeine Leistungsfähigkeit verbessern.

Schwimmen und verschiedene Wassertherapien sowie Wassergymnastik haben sich als sehr hilfreich bewiesen. Ebenfalls empfehlenswert sind sanfte, entspannende Bewegungsformen wie Tai-Chi oder Yoga.

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Psychotherapie und andere Maßnahmen

In der Behandlung von Fibromyalgie ist es von großer Wichtigkeit, dass der Patient eine konstruktive, positive Haltung gegenüber der Krankheit einnimmt.

Meist werden Betroffene reizbar und leiden an Episoden tiefer Traurigkeit und spüren großen Kummer. Ein negativer Gemütszustand verschlimmert allerdings zusätzlich die Symptome der Krankheit!

Frau mit Fibromyalgiesyndrom bei Ärztin

Experten empfehlen meist eine kognitive Verhaltenstherapie, damit der Patient durch psychologische Unterstützung seine Beschwerden, Ängste und Sorgen kanalisieren kann.

Damit kann verhindert werden, dass sich Betroffene isolieren oder sich zwischenmenschliche Beziehungen durch die Krankheit verschlechtern.

Manche Patienten können gewisse Symptome durch alternative Behandlungsformen, wie Akupunktur, Chiropraktik oder Homeopathie lindern.

Wichtig dabei ist jedoch, sicher zu stellen, dass die gewählten professionellen Therapeuten über die notwendige Ausbildung und Kenntnis über diese spezielle Krankheit verfügen.

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