Es ist viel schmerzhafter, an jemandem festzuhalten, als ihn loszulassen

19 Februar, 2018
Anstatt sich an jemanden zu klammern, muss man lernen, loszulassen, auch wenn man danach allein ist. Wir müssen verstehen, dass wir niemanden außer uns selbst brauchen, damit es uns gut geht.

Das Festhalten an jemandem aus Angst vor Einsamkeit, aus Angst, das zu verlieren, wofür man so hart gekämpft hat, oder weil man entschlossen ist, es weiterhin zu versuchen, kann viel mehr Schmerzen bereiten, als diese Person loszulassen.

Ich weiß, dass dir beigebracht wurde, um Beziehungen zu kämpfen, dass sich Phrasen wie „Du gibst nicht alles“ oder „Du musst 200% geben, wenn es notwendig ist, damit die Flamme nicht erlöscht“ fest in deinem Geist verankert haben.

Aber was nützt es, sich so viel gefallen zu lassen? Wovor hast du Angst? Die bloße Vorstellung diese Person loszulassen, verursacht eine echte Panik in dir. Du weißt jedoch nicht, dass es äußerst befreiend sein kann.

Widerstand gegen Veränderungen ist immer schmerzhaft

lernen loszulassen

Veränderungen verlangen es uns ab, dass wir einen Fuß aus unserer Komfortzone heraussetzen. Sie bringen uns dazu, unser Leben anzupassen und lassen uns eine neue Richtung einschlagen.

Das ist sehr beängstigend, und deshalb sind wir nach wie vor der Meinung, dass das altbekannte Schlechte besser ist als das unbekannte Neue.

Jedoch macht das Festhalten an jemandem aus Angst deutlich, dass wir nicht mit ihm zusammen sind, weil wir ihn lieben, sondern aus einem starken Bedürfnis heraus, uns unseren Ängsten nicht zu stellen.

Das ist nicht fair, weder uns noch dem anderen gegenüber. Wir werden in einer Lüge leben, in einer scheinheiligen Beziehung, in der wir, anstatt uns vorwärts zu bewegen, große Rückschritte machen werden.

Angst, Stress, Schuldzuweisungen und Konflikte werden immer präsenter, etwas Normales! Wir sind nicht da, wo wir sein wollen, auch wenn wir davon überzeugt sind.

Oftmals ist diese Angst vor der Ungewissheit und Veränderungen das Ergebnis bestimmter Überzeugungen, die uns zurückhalten. Denn wenn sich eine Beziehung ändert, was kommt einem da in den Sinn?

Dass der Funke erloschen ist, dass wir kämpfen müssen, um die Liebe wiederzuerlangen, die einst klar war, aber jetzt ziemlich verschwommen ist… Wir wollen nicht allein gelassen werden – das ist die eigentliche Wahrheit.

Und das liegt daran, dass Versagen in der Liebe keinen guten Ruf hat.

Die ewige Geschichte von „sie lebten glücklich bis an ihr Lebensende“

Das Festhalten an jemandem macht deutlich, dass diese Geschichten aus unserer Kindheit einen tiefen Eindruck auf uns hinterlassen haben.

Wir träumen immer wieder von diesem Happy End, also vermeiden wir es, etwas in unseren Beziehungen zu verändern, loszulassen und anzurühren. Wir wollen, dass sie lebenslang bestehen….

Dies gilt jedoch nur für Paarbeziehungen. In Freundschaftsbeziehungen zum Beispiel wissen wir, dass Freunde kommen und gehen.

Selbst wenn der Verlust eines Freundes wehtut, so haben wir doch nicht diese Bindung wie zu unserem Partner.

„Er ist meine bessere Hälfte“,“ohne dich bin ich nichts“,“ich weiß nicht, was ich tun würde, wenn ich dich nicht getroffen hätte“,“du machst mich sehr glücklich“…

All diese Sätze beziehen sich auf die Angst vor dem Loslassen und die Notwendigkeit, sich an den Partner zu kletten, um diese Geschichte von Prinzen und Prinzessinnen zu erleben, die doch so illusorisch ist.

Wir fügen uns selbst Schmerzen zu, wir leiden, indem wir an jemandem festhalten, nur weil wir Angst haben.

Manchmal ist unsere Angst so groß, dass wir sogar Beziehungen pausenlos aneinanderreihen, um uns nicht einsam und erfolglos zu fühlen, wenn wir versuchen, diese Person zu finden, die uns vervollständigt.

Hab keine Angst, loszulassen. Lerne, dich von niemandem abhängig zu machen

Frau will lernen loszulassen

Hab keine Angst, loszulassen, um bei dir selbst zu sein. Bevor du dich in dieser Beziehungsschleife verloren hast, warst du allein und nichts ist passiert, stimmts?

Doch wenn man einmal in diese Welt der Emotionen, Paare und Träume eingetreten ist, scheint es, als wäre es keine Option, allein zu sein. Weil die Zeit vergeht und du ja vielleicht niemanden findest, der dich liebt.

All diese Gedanken sind die Frucht der immensen Angst, die eine Veränderung und der Satz: „Es ist vorbei“ hervorrufen.

Obwohl es leicht gesagt ist, dass du, wenn du dich schlecht fühlst, nicht so wie bisher weitermachen solltest, dass, egal wie sehr du davon träumst, dass alles gut gehen wird, es nicht so sein wird, so ist die Wahrheit doch, dass du durch diesen Lernprozess gehen musst.

Am eigenen Leib das Leiden einer Enttäuschung erleben, immer und immer wieder beim Versuch scheitern, um bereits zerbrochene Beziehungen zu kämpfen.
Frau muss lernen loszulassen

Du wirst erleben, wie weh es tut, aber du wirst lernen, dass loslassen das Befreiendste ist, was es gibt; dass das Festhalten an jemandem die Frucht einer Angst ist, der du dich stellen kannst.

Am Ende wirst du in der Lage sein, losgelöst und glücklich zu sein, ohne von irgendetwas oder irgendjemandem abhängig zu sein. Ich wünsche dir eine angenehme Erfahrung.

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