Ernährungstipps bei Asthma

· 5 April, 2017
Asthma ist eine entzündliche Erkrankung der Bronchien, die zu akuter Atemnot führen kann.

Bei Asthma kommt es chronisch zu heftigen Entzündungsreaktionen in den Atemwegen, sodass diese anschwellen und Luftnot entsteht.

Da es sich um eine Entzündungsreaktion handelt, kann man mit einer entsprechenden Ernährung dafür sorgen, entzündungsfördernde Faktoren zu minimieren.

Wodurch wird Asthma ausgelöst?

Wer unter Asthma leidet, kennt sicherlich die Faktoren, die einen Asthmaanfall auslösen.

Diese Faktoren, auch „Trigger“ genannt, sind bei jedem etwas anders. Grundsätzlich gibt es aber gewisse Dinge, die bei fast allen Asthmapatienten dazu führen, dass sich die Atemwege durch Anschwellen verengen und akute Atemnot entsteht. Diese sind:

  • Rauch, Zigarettenrauch
  • Allergene
  • Eiskalte Luft
  • Körperliche Anstrengung

Die Atemwege von Asthmatikern sind chronisch entzündet und reagieren daher auf äußere Reize sehr empfindlich.

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Solche Reize führen dazu, dass in relativ kurzer Zeit die Atemwege anschwellen und diese verengt werden, ein pfeifendes Atemgeräusch entsteht, die Patienten werden kurzatmig, haben Probleme beim Ausatmen und ein beklemmendes Gefühl macht sich breit.

Da die Grundursache die chronische Entzündung ist, kann eine entzündungshemmende Ernährung helfen, den Verlauf von Asthma zu mildern.

Frau-WaageHalte Normalgewicht

Es ist ein Fakt, dass Personen, die übergewichtig sind, in ihrem Blut Entzündungsparameter haben, welche dafür sorgen, dass der Körper über geringere Selbstheilungskräfte verfügt, Entzündungsreaktionen heftiger ausfallen und Verletzungen langsamer ausheilen.

Zusätzlich ist bei Übergewicht eine generelle Kurzatmigkeit und Belastung für das Herz-Kreislaufsystem vorhanden, sodass dies in Kombination mit Asthma nur zu einer Verschlimmerung der Symptome führen kann.

Wer Normalgewicht hat, zeigt ein in Bezug auf Entzündungsparameter unauffälliges Blutbild, welches bei Asthma absolut förderlich ist.

Nicht nur bei Asthma, auch zur Prävention unzähliger weiterer Gesundheitsschäden solltest du grundsätzlich darauf achten, dein Gewicht zu reduzieren und immer im Normalbereich zu halten.

Nahrungsmittel Verzehre pflanzliche Fette, die reich an Omega 3 sind

Omega 3 Fettsäuren schützen vor Entzündungen und können helfen, diese einzudämmen. Das „gesunde Omega3“ ist in allen pflanzlichen Ölen enthalten und verbessert die Fließeigenschaften des Blutes.

Außerdem senkt es den Blutdruck und die Blutfette, weswegen es Arterienverkalkung vorbeugen kann. Viel Omega3 steckt unter anderem im Fisch (je kühler das Wasser, desto fetter der Fisch, desto reicher an Omega3) und in heimischen Ölen wie Rapsöl, Sojaöl, Walnussöl und Leinsamen.

Je höher der Anteil an Omega3 Fettsäuren und je geringer der Anteil an Omega6 Fettsäuren, desto optimaler ist das Öl. Mehr als 1:5 sollte das Verhältnis von Omega3 zu Omega6 nicht sein, um das Herz-Kreislauf-Risiko gering zu halten.

Das durch gutes Marketing hoch gepriesene „gesunde Olivenöl“ kommt dabei mit 1:11 überraschend schlecht weg: es hat ein ungünstiges Verhältnis dieser beiden Fettsäuren.

Den höchsten Gehalt an Omega3 hat das heimische Leinöl (1:4)! Wer den intensiven Geschmack nicht mag, kann auch Rapsöl (1:2) (oder Walnussöl (1:6) oder Sojaöl (1:7)) verwenden.

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Diese sind in ihren Fettsäureverhältnissen wesentlich gesünder als das weit verbreitete Sonnenblumenöl (1:122 !!!), Maiskeimöl (1:54) oder Erdnussöl (1:32) – Öle, die gerne in der Gastronomie verwendet werden, da sie billig und hoch erhitzbar sind.

Wer weder Fisch noch Algen noch Leinsamen oder Walnüsse mag, kann zu Fischölkapseln greifen und diese unterstützend einnehmen.

SpiegeleiVerzichte auf Fleisch

Vegetarier leben gesünder und erkranken seltener an Krebs und Herzkrankheiten. Auch Rheuma und andere entzündliche Gelenkerkrankungen sind unter Vegetariern selten.

Dahinter steckt der Verzicht auf Fleisch von Landtieren, das sich nämlich entzündungsfördernd auswirken kann. Schuld daran ist eine Fettsäure, die in Fleisch enthalten ist: die Arachidonsäure bildet im Körper die Grundlage für die Bildung von Entzündungsbotenstoffen.

Verzichte daher auf Fleisch und alle Produkte,die aus Fleisch hergestellt werden und Fleisch enthalten. Egal, ob es sich dabei um Huhn, Rind, Schwein, Lamm, rotes oder weißes Fleisch, bio oder konventionelle Fleischwaren handelt.

Tierisches Fett ist und bleibt förderlich für Entzündungen und verhindert oder verlangsamt die Heilung. Eine Ausnahme bildet jedoch Seefisch.

In Seefisch, Nüssen und Ölsaaten sind wertvolle Omega 3 Fettsäuren enthalten, die entzündungshemmend wirken können. Magst du keinen Seefisch, wähle Leinsamen (-Öl) oder Walnüsse oder probiere Algen, um deine Aufnahme von Omega 3 Fettsäuren zu erhöhen.

MilchprodukteFette Milchprodukte

Tierische Fette wirken, wie bereits erklärt, entzündungsfördernd, weswegen bei jeglichen Entzündungsprozessen im Körper geraten wird, auf tierisches Fett zu verzichten, also Fleisch und fette Milchprodukte konsequent durch pflanzliche Alternativen ersetzen.

Du musst kein Veganer werden, jedoch solltest du keinen fetten Käse mehr essen, die Kuhmilch durch pflanzliche Drinks ersetzen (oder wenigstens entrahmte Milch trinken) und auch sonst die Finger von fetten tierischen Milchprodukten wie Sahnejoghurt, Sahnequark oder Sahne und Co lassen.

Gelegentlich ein fettarmer Joghurt oder ein Magerquark sind o.k., jedoch keinesfalls täglich!

Das mag anfangs eine nicht vorstellbare Umstellung sein, doch es ist wissenschaftlich erwiesen, dass tierisches Fett Entzündungen wirklich fördern kann.

Asthma ist nichts anderes als chronisch entzündete Atemwege, also warum Dinge essen, die diese Entzündung auch noch fördern?