Ernährung bei Bluthochdruck

Das Ziel einer Ernährung bei Bluthochdruck sollte immer eine langfristige Gewichtsreduktion sein

Bluthochdruck ist keine Krankheit, der man sich hingeben muss, sondern meist eine Störung, die man selbst wieder regulieren kann. Dabei sollte man sich aber immer vom Arzt begleiten lassen, und niemals eigenmächtig Medikamente absetzen oder geringer dosieren.

Bluthochdruck durch Übergewicht

Der häufigste Grund für steigenden Blutdruck ist – ganz einfach – das steigende Körpergewicht.

Übergewicht führt nicht zwangsläufig zu hohem Blutdruck, aber Bluthochdruck ist eine häufige „Nebenwirkung“ von Übergewicht.

Da durch Übergewicht nicht nur Bluthochdruck, sondern auch andere Krankheiten und Gesundheitsrisiken entstehen können, ist es nicht nur zur Senkung des Blutdruckes mehr als sinnvoll, sein Körpergewicht zu reduzieren.

Um durch ungeeignete Diäten, einseitige Kost und dadurch entstehende Mangelzustände dem Körper nicht zusätzlich zu schaden, sollte man sich zur Gewichtsreduktion immer den Rat eines zertifizierten Experten einholen.

„FDH“ bedeutet nämlich leider auch „Hälfte der Vitamine und Mineralstoffe“ und ist daher keine geeignete Methode, um dauerhaft und gesund an Gewicht zu verlieren.

Bei der Wahl eines Ernährungsberaters sollte man unbedingt darauf achten, dass nicht der Verkauf von „Pülverchen und Pillchen“ im Vordergrund der Beratung stehen und dass eine Ausbildung vorhanden ist, die es ermöglicht, die Kosten z.T. von der Krankenkasse erstattet zu bekommen.

Mit sinkendem Körperfettanteil sollte dann auch der Blutdruck sinken und sich im besten Fall sogar wieder normalisieren. Regelmäßige Kontrollen beim Hausarzt, um die Dosierung der blutdrucksenkenden Medikamente anzupassen, sind dabei wichtig.

Das Ziel einer Ernährung bei Bluthochdruck sollte also immer und grundsätzlich eine langfristige Gewichtsreduktion sein.

Salz und BluthochdruckSalz bei Bluthochdruck

Auch Salz ist allgemein als „Übeltäter“ bekannt, wenn es um Bluthochdruck geht. Die Studien zu diesem Thema sind nicht eindeutig, weswegen man nicht mit Sicherheit sagen kann, dass erhöhter Konsum von Salz auch den Blutdruck erhöht.

Sicher ist aber, dass eine Verringerung des Salzkonsums den Blutdruck senken kann.

Statt alle Speisen systematisch nachzusalzen, ist es z.B. eine gute Idee, den Salzstreuer auf dem Tisch ganz einfach abzuschaffen.

Salzarme Speisen müssen außerdem nicht zwangsläufig fad schmecken, wenn man viele (frische) Kräuter und Gewürze verwendet, entfaltet sich ein Geschmackserlebnis, gegen das salziges Essen einfach nur fad schmeckt!

Und: Geschmack ist antrainiert! Nach etwa sieben Tagen konstantem „anderem Reiz“, also salzarm, fettarm, ungesüßt etc., erkennt der Körper den „neuen“ Geschmack als „normal“ an und bald wirst du Speisen, die so gewürzt, gesalzen oder gesüßt wurden wie früher, als extrem salzig, extrem fettig oder zu süß bewerten.

Darf’s ein Glas Wein sein?

Immer wieder liest man, Rotwein sei „herzgesund“. Neuere Studien weisen darauf hin, dass es am roten Farbstoff der Trauben liegt und nicht am Wein selbst.

Alkohol kann nämlich auch den Blutdruck erhöhen. Ein bewusster Umgang mit Alkohol trägt also auch dazu bei, seinen Blutdruck unter Kontrolle zu halten und ggf. sogar zu senken. Und die roten Trauben schmecken ja auch ohne Wein gut!

Knoblauch und BluthochdruckKnoblauch

In Australien fand eine Studie statt, bei der Patienten mit Bluthochdruck zusätzlich zu ihren blutdrucksenkenden Medikamenten noch Knoblauch essen mussten.

Das Ergebnis dieser Studie war, dass sich der Blutdruck zusätzlich um durchschnittliche 10mm Hg senkte.

Eine weitere Studie wurde noch nicht unter wissenschaftlichen Bedingungen durchgeführt, jedoch kann eine solche zusätzliche Senkung des Blutdrucks als Erfolg gewertet werden. Es schadet also nicht, reichlich Knoblauch in deine Ernährung zu integrieren.

Seefisch und Nüsse

Omega 3 Fettsäuren sind in der Lage, Triglyceridwerte zu senken. Das „gesunde Omega3“ ist in allen pflanzlichen Ölen enthalten und verbessert die Fließeigenschaften des Blutes.

Außerdem senkt es den Blutdruck und die Blutfette, weswegen es Arterienverkalkung vorbeugen kann. Viel Omega3 steckt unter anderem im Fisch (je kühler das Wasser, desto fetter der Fisch, desto reicher an Omega3) und in heimischen Ölen wie Rapsöl, Sojaöl, Walnussöl und Leinsamen.

Zwischenmahlzeiten streichen

Jede Minute der Fettverbrennung muss ausgekostet werden, daher solltest du zwischen den 3 Mahlzeiten nichts zu dir nehmen, was Kalorien hat.

Und damit meinen wir: wirklich nichts! Die Milch im Milchkaffee, der Löffel Zucker im Tee, der Apfel zwischendurch, das Bonbon im Auto: das alles sind Zwischenmahlzeiten, die erstens die Fettverbrennung unterbrechen und zweitens unnötige Kalorien auf deine Hüften bringen.

Zitronenwasser-am Morgen gegen BluthochdruckNur kalorienfrei trinken

Um alle Körperfunktionen aufrechtzuerhalten, braucht unser Körper also immer genug Flüssigkeitsnachschub. Am besten, in Form von reinem Wasser. Achte darauf, dass das Wasser, das du trinkst, mineralreich ist.

Ein kleines Rechenbeispiel: 2,5 Liter Apfelsaftschorle schlagen mit 700 Kalorien zu Buche, das ist fast mehr als eine komplette Mahlzeit, die du dann einfach so zusätzlich trinkst. Als reines Wasser wäre die Kalorienbilanz gleich null. Saftschorlen sind nicht geeignet, achte daher auf kalorienfreie Flüssigkeitszufuhr!