Epigenetische Veränderungen durch Tee, die Frauen vor Krebs schützen

25 September, 2017
Der Konsum von Tee ist zwar keine Garantie dafür, nicht an Krebs zu erkranken, doch er bietet einen gewissen Schutz. Frauen, die zwei Tassen täglich davon trinken, können auch den Östrogen-Metabolismus positiv beeinflussen.

Kann man epigenetische Veränderungen, die Frauen vor Krebs schützen, durch das regelmäßige Trinken von Tee erreichen? Richtig gehört, dies geht aus einer neuen Studie hervor, die wir uns heute etwas genauer anschauen werden.

Tee ist gleich nach Wasser weltweit das beliebteste Getränk. Es gibt verschiedene Sorten, die jedoch alle von derselben Pflanze stammen, und auch alle sehr gesund sind.

Ob schwarzer, grüner oder weißer Tee – alle enthalten wichtige Inhaltsstoffe, die die Gesundheit fördern. Weißer Tee wurde in den letzten Jahren besonders beliebt, da er eine große Menge an Antioxidantien enthält, jedoch auch alle anderen Sorten sind zu empfehlen!

Es gibt zahlreiche Studien über die leicht bittere Teepflanze (Camellia sinensis), die ihre positiven Eigenschaften bestätigen.

Heute betrachten wir jedoch eine neuere Studie, die Ende Mai dieses Jahres von einem Forscherteam der Universität von Upsala (Schweden) veröffentlicht wurde und sehr vielversprechend ist.

Die daran beteiligten Wissenschaftler kamen zu dem Ergebniss, dass das regelmäßige Trinken von Tee epigenetische Veränderungen bei Frauen hervorruft. 

Das bedeutet, dass damit Abschnitte oder ganze Chromosomen in ihrer Aktivität beeinflusst werden, Tee also direkten Einfluss auf die genetische Aktivität haben kann.

Es konnte festgestellt werden, dass bei Frauen durch das Trinken von Tee bestimmte Gene aktiviert werden, die vor Krebs schützen und den Östrogenstoffwechsel positiv beeinflussen.

Anschließend erfährst du mehr über diess hochinteressante Thema. Du wirst nach dem Lesen dieses Artikels deinen täglichen Tee sicher noch mehr genießen!

Das regelmäßige Trinken von Tee ist für Frauen sehr positiv, da es epigenetische Veränderungen auslösen kann

Frau trinkt Tee im Bett, dadurch werden epigenetische Veränderungen bewirkt

Die Leiterin dieser interessanten Studie ist Dr. Weronica Ek von der Abteilung für Immunologie, Genetik und Pathologie der Universität Upsala in Schweden.

In der fünfjährigen Studie wurden verschiedene europäische Bevölkerungsgruppen berücksichtigt, wobei eine sehr positive Wirkung des Tees auf den weiblichen Organismus nachgewiesen werden konnte.

Unter anderem wurden epigenetische Veränderungen analysiert, die Kaffee und Tee bei Frauen und Männern hervorrufen können.

Anschließend erfährst du mehr über die Resultate.

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Die Katechine des Tees wirken krebshemmend

In dieser Studie wurde festgestellt, dass Kaffee keine genetischen Veränderungen auslöst. Bei Tee (unabhängig davon, ob es sich um grünen, schwarzen oder weißen Tee handelt) konnten jedoch sehr interessante Wirkungen festgestellt werden.

  • Epigenetische Veränderungen werden durch das regelmäßige Trinken von Tee bei Frauen, nicht jedoch bei Männern erzielt.
  • Viele dieser Veränderungen betreffen jene Gene, die in der Entwicklung beziehungsweise Hemmung von Krebs eine wichtige Rolle spielen. Auch Gene, die mit dem Östrogen-Metabolismus interagieren erfahren durch Teetrinken Veränderungen.
  • In früheren Studien konnte bereits nachgewisen werden, dass der regelmäßige Konsum von grünem Tee den Östrogenspiegel reduziert.
  • Die pharmakologisch aktiven Wirkstoffe des Tees (wie zum Beispiel die Katechine) haben sehr positive Effekte gegen bösartige Tumorzellen, was bereits im Labor bestätigt werden konnte.
  • Sowohl die im Tee enthaltenen Polyphenole, als auch die Theaflavine und Thearubigine sind fähig, die Zellen und die DNA vor Krebs und dem programmierten Zelltod (Apoptose) zu schützen.

Warum profitieren Frauen mehr als Männer von Tee?

glückliche Frau in der Natur

Um diese Frage zu beantworten, haben die Wissenschaftler einen interessanten Aspekt untersucht, den wir uns anschließend genauer ansehen werden.

  • Aus der Studie geht im Allgemeinen hervor, dass Frauen mehr Tee als Männer trinken.
  • Doch was wäre der Fall, wenn auch Männer mehr Tee trinken würden? Könnten sie in gleicher Weise wie die weibliche Bevölkerung davon profitieren?
  • Dies muss noch genauer untersucht werden.
  • Was jedoch bereits festgestellt werden konnte ist, dass Tee den Östrogen-Metabolismus positiv beeinflusst, was von großem Interesse ist.
  • Es handelt sich um weibliche Hormone, die für bestimmte physiologische Funktionen ausschlaggebend sind, jedoch auch bei Krebserkrankungen eine bedeutende Rolle spielen.
  • Wenn sich eine Frau beispielsweise einer Hormonbehandlung unterzieht, um Wechseljahrbeschwerden zu lindern, wird ihr Östrogen und Progestin verabreicht. Dies kann in manchen Fällen langfristig das Risiko für Brustkrebs erhöhen oder zu einem Endometriumkarzinom führen.

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epigenetische Veränderungen durch Tee

In dieser Studie wurde ein weiteres interessantes Ergebnis festgestellt, das noch genauer untersucht werden muss: Tee ist für Frauen vorteilhaft, da er bei der Aktivierung von Genen eine Rolle spielt, die vor Krebs schützen.

  • Doch weitere Studien sind erforderlich, um die genauen Details zu untersuchen, wie epigenetische Veränderungen bei Frauen entstehen und ob auch Männer davon profitieren könnten.
  • Darüber hinaus ist festzuhalten, dass Tee Krebs nicht heilen und dieser Krankheit auch nicht zu 100% vorbeugen kann.

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Der regelmäßige Konsum von Tee kann die Gesundheit fördern, doch wie immer ist es wichtig, Ausgleich zu finden und die richtige Menge einzunehmen.

Zwei Tassen Tee pro Tag sind für jeden sehr gesund, unabhängig vom Geschlecht oder Alter.

Vergiss nicht, ein gesundes Leben zu führen, auf eine ausgewogene Ernährung zu achten und gefährliche Lebensgewohnheiten (wie Tabak und Alkohol) zu verzichten. Auch regelmäßige Bewegung darf nicht fehlen!

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