Eier haben zu Unrecht einen schlechten Ruf!

Eier wurden in der Vergangenheit zu Unrecht als ungesund verteufelt. Wie immer kommt es auch hier auf die Menge an.

Früher hieß es, wer Eier esse, habe zwangsläufig zu hohe Cholesterinwerte. Eier seien folglich völlig ungesund und sollten gemieden werden. Das Frühstücksei wurde verteufelt gesundheitsbewusste Menschen verzichteten nach Möglichkeit ganz auf Eier. Doch mittlerweile ändert sich das, denn Eier haben wichtige Nährstoffe.

Eier haben einen schlechten Ruf – warum?

Eier als Ursache für hohen Cholesterinspiegel im Blut haben keinen guten Ruf. Es ist aber nur der Ruf, der so schlecht ist: Eier haben, je nach Größe, 5 bis 7 Gramm Fett.

Das entspricht etwa einem Teelöffel Öl. Eier haben also im Vergleich zu anderen tierischen Produkten wenig Fett, eine Bratwurst beispielsweise enthält das Fünffache davon!

Eine gesunde, ausgewogene Ernährung darf also auch Eier enthalten, sie sind nicht ungesund. Es kommt, wie immer, auf die Menge an!

Der „Durchschnittsdeutsche“ isst pro Jahr 218 Eier. Ganz schön viel! Und jedes Jahr werden es mehr! Das bedeutet nicht, dass wir fast täglich ein Ei essen, aber in unserer industriell hergestellten Nahrung stecken überall Eier, ohne dass wir es mitbekommen: in Backwaren, Nudeln, Fertiggerichten, Süßspeisen, Getränken…

Eier haben gesunde NährstoffeWelches Ei ist besonders gesund?

60% der Deutschen kaufen braune Eier, die meisten denken, dass braune Eier gesünder sind als weiße. Das ist völliger Unsinn. Dein weißes Frühstücksei ist genauso gesund (oder ungesund) wie ein braunes Frühstücksei!

Ob ein Ei braun oder weiß ist, ist kein Zufall. Es gibt viele Hühner, die legen nur weiße Eier. Genauso gibt es auch viele Hühner, die nur braune Eier legen. Und es gibt auch mintgrüne Eier! Diese werden von einer speziellen Rasse, den Araucana-Hühnern gelegt. Und richtig dunkelbraune „Schoko“- Eier gibt es auch. Die werden von der Rasse „Maran“ gelegt und sehen fast aus, als hätte der Osterhase vorbeigeschaut!

Auch die Farbe des Eigelbes ist kein Indikator für „gesund“ oder „ungesund“, sondern ist abhängig vom Futter, das das Huhn bekommt!

In Wirklichkeit sagt die Farbe des Eigelbs nichts über die Haltung des Tieres aus und auch nichts über den Effekt auf deine Gesundheit. Die gelbe Farbe kommt von den Carotinoiden, das sind dieselben Farbstoffe, die eine Karotte orange färben. Frisst das Huhn also viel davon, wird das Eigelb gelber.

Weil viele Leute denken „je gelber das Eigelb, desto glücklicher das Huhn“ wird dem Hühnerfutter heute dieser Farbstoff einfach beigemischt. Die Eierproduzenten färben die Eidottertatsächlich so, wie das der Konsument in der jeweiligen Region oder im jeweiligen Land gerne möchte.

Eier haben gesunde FetteGibt es besonders leckere Eier?

Geschmacklich kommt es auch nicht auf die Haltung, sondern wieder mal auf das Futter an. Früher bekamen viele Hühner in Massentierhaltung Fischmehl gefüttert, das Ei schmeckte nach Fisch.

Seit 2012 ist in der EU keine Käfighaltung mehr erlaubt, sogenannte „Legebatterien“ existieren in der EU nicht mehr. Die Bodenhaltung ist also einer der Nachfolger der Käfighaltung und immer noch eine Massentierhaltung mit allen Nachteilen.

Die artgerechteste Haltung ist die Freilandhaltung, bei der jedem Huhn 4qm Auslauf zur Verfügung stehen muss. Ein Ei aus Bio Freilandhaltung ist das Ei, das für dich am besten ist. Es darf keine Antibiotika enthalten und das Futter muss auch biologisch und ohne Chemie sein. Und das schmeckt man!

Vielleicht gibt es bei dir einen Geflügelhof in der Nähe, wo du dir anschauen kannst, wo dein Ei herkommt und wie die Tiere dort gehalten werden?

EierEi, ei, ei – auch gesund für die Umwelt?

Umweltschutz wird immer wichtiger und so fragen sich immer mehr Verbraucher, wo die Lebensmittel, die sie verzehren, herkommen. So ist es auch beim Ei, dessen Herkunft immer wichtiger wird. Denn ein Ei, das erst einige tausend Kilometer zu uns her gekarrt werden muss, ist für unsere Umwelt, die Welt in der wir letztendlich alle leben, alles andere als gesund.

Die Deutschen essen mehr Eier, als ihre Hühner legen können. Daher werden viele Eier, die in Deutschland über die Ladentheke gehen, im Ausland gelegt.

Da die Kennzeichnung der Eier Pflicht ist, kann man auf jeder Verpackung sehen, woher das Ei kommt. Es ist wie bei den Autos: jeder Eierkarton hat sein Kennzeichen. Daran erkennt man das Herkunftsland und die Art der Haltung. Schau nach, woher deine Frühstückseier kommen und kaufe lieber regional!

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