Das hilft gegen Nackenschmerzen!

· 9 November, 2016
Nackenschmerzen müssen nicht sein, wenn du unsere Tipps beherzigst und deinen Alltag dementsprechend gestaltest.

Nackenschmerzen gehören zu den häufigsten Beschwerden des Alltags und sind meist „hausgemacht“. Die meisten Nackenschmerzen haben nichts mit einer Krankheit zu tun, sondern damit, dass wir uns anders verhalten und bewegen als sie Natur das für unseren Körper vorgesehen hat.

Ursache von Nackenschmerzen

Nackenschmerzen können durch Verletzungen, Krankheiten, körperlichen Verschleiß und besonders durch Muskelverspannungen entstehen.

Bleiben Nackenschmerzen unbehandelt, können daraus weitere Folgen für den Bewegungsapparat entstehen.

Durch Nackenschmerzen wird oft eine Schonhaltung eingenommen, die durch ungewohnte Belastung zu weiteren schmerzhaften Muskelverspannungen oder Gelenkentzündungen führt. Strahlt der „steife Hals“ bis in den Brustraum aus, kann sich daraus auch eine flache Atmung entwickeln.

Strahlt der verspannte Nacken über die Schultern in die Arme aus, kann dies bis zu Lähmungserscheinungen führen.

Auch Kopfschmerzen können durch einen verspannten Nacken ausgelöst werden. Bandscheibenvorfälle werden durch Nackenschmerzen begünstigt! Es ist also mehr als sinnvoll, Nackenschmerzen vorzubeugen und sie zu behandeln. Wir haben Tipps für dich!

Yoga gegen NackenschmerzenEntspannungsübungen

Unter Stress spannen wir automatisch unsere Muskeln an, ziehen unbewusst die Schultern hoch, verkrampfen leicht, ohne uns dessen bewusst zu werden.

Wer mit Stress gut umgehen kann, entspannt sich und seinen Körper auch wieder. Wer nicht gelernt hat, Stress richtig zu verarbeiten, löst sich nicht aus der unbewussten Verkrampfung und Verspannung.

Dadurch entstehen unter anderem Fehlhaltungen, Schonhaltung – und weitere Verspannungen. Und die so über einen längeren Zeitraum angespannten Muskeln reagieren dann mit Schmerz.

Und das nimmt man unter anderem als Nackenschmerzen wahr. Lerne, dich bewusst zu entspannen, etwa mit Yoga oder anderen wirksamen Entspannungstechniken!

entspannung in der natur gegen nackenschmerzenDehnen

Durch die tägliche Nutzung von Smartphones und Tablets ist eine neue Form der Fehlhaltung entstanden: der sogenannte „Handynacken“.

Er entsteht, wenn Smartphone oder Tablet über längere Zeit am Tag genutzt werden und die Muskulatur wenig Ausgleich durch andere Bewegungen bekommt.

Aufgrund seines sehr hohen Schwerpunktes bedeutet eine nur kleine Neigung des Kopfes eine wesentlich größere Belastung für den Rücken und dessen Muskulatur.

Wer seinen Kopf um nur 15 Grad neigt, übt damit eine Zugkraft von etwa 13 Kilo auf Muskulatur und Wirbelsäule aus.

Je weiter der Kopf geneigt wird, desto größer die Belastung. Bei der typischen Haltung, in der man auf sein Smartphone oder Tablet blickt, ist der Kopf ungefähr um 60 Grad geneigt – eine unglaubliche Belastung von rund 30 Kilo!

Damit der Kopf nicht auf die Brust fällt, steuert die Muskulatur gegen und kann dabei überanstrengt werden, verspannen und verhärten.

Ändere daher deine Blickrichtung und blicke nach oben! Lege den Kopf in den Nacken und betrachte den Himmel. Beobachte die Wolken, Vögel, Blätter oder Schneeflocken.

Lege den Kopf dann sanft zur Seite und achte darauf, dass du dabei die Schultern nicht nach oben ziehst. Lasse die Dehnung auf jeder Seite wirken.

Frau mit NackenschmerzenDrehen

Bei Nackenschmerzen ist auch oft die Beweglichkeit eingeschränkt und insbesondere das Drehen des Kopfes schmerzt.

Versuche, den Kopf sanft trotzdem in beide Richtungen zu drehen und dabei den spannenden Bereich mit der Hand leicht und unterstützend zu massieren.

Setze dich dabei aufrecht hin und merke dir zu Beginn der Übung, wie weit du den Kopf zu jeder Seite drehen kannst.

Was ist der Gegenstand, den du gerade noch rechts und links erkennen kannst? Nach ein paar Minuten sanftem Kopfdrehen wirst du merken, dass die Beweglichkeit besser wird und der Schmerz abnimmt.

Frau leidet an NackenschmerzenZugluft vermeiden

Zugluft im Nacken führt zu ständigem, meist unbemerktem Kältereiz.

Die Muskeln ziehen sich als Reaktion darauf zusammen und man verspannt. Je länger man der Zugluft ausgesetzt ist, desto größer die Verspannung, aus der sich dann letztendlich Nackenschmerzen entwickeln können.

Ist es Zugluft, die sich zum Beispiel am Arbeitsplatz nicht beheben lässt, hilft oft schon ein leichter Schal, der den Nacken schützt.

Frau hat NackenschmerzenFehlhaltung abstellen

Am Arbeitsplatz verbringen wir viel Zeit in meist immer gleicher Haltung. Ist diese ungeeignet für einen gesunden Nacken, kommt die Quittung dafür recht schnell in Form von Nackenschmerzen.

Im Büro helfen oft schon Kleinigkeiten: den Stuhl richtig einstellen, die Position des Bildschirms verändern, Tastatur und Maus neu ausrichten, ein Headset für längere Telefongespräche nutzen und gelegentlich aufstehen, sich räkeln, den Rücken, Schulter und Arme strecken, den Hals dehnen.

Für Wärme sorgen

Kannst du die Ursache nicht sofort abstellen, müssen Nackenschmerzen behandelt werden.

Nichtsdestotrotz bekämpfe die Ursache und nicht nur die Symptome!

Wärme lockert die Muskulatur und lindert Schmerzen. Ein warmer Wollschal, warme Körnerkissen, Wärmepflaster, ein heißes Bad, Infrarotlicht, eine Wärmflasche oder Sauna wirken wohltuend und lindernd.

Eine Massage lockert und durchblutet die Muskulatur, löst Blockaden und entspannt den betroffenen Muskulaturbereich.

Bevor weitere Muskelverspannungen, Gelenkschmerzen und Folgeerkrankungen durch Schonhaltung und Verkrampfen entstehen, sollte auch über die Gabe eines geeigneten Schmerzmittels nachgedacht werden.