Brustkrebs frühzeitig erkennen

Ein neuer genetischer Test kann Brustkrebs bis zu 11 Jahre vorhersagen. So kann das Risiko bestimmt und frühzeitig gehandelt werden, bevor die Krankheit ausbricht.

Brustkrebs ist eine sehr häufige Erkrankung. Auch wenn nicht vorhersehbar ist, wen es treffen wird und viele Risikofaktoren nicht beeinflusst werden können, gibt es Möglichkeiten, den Körper zu beobachten und zu kontrollieren. Lernen Sie mehr über eine frühzeitige Erkennung von Brustkrebs, diese kann lebensrettend sein!

In diesem Artikel erfahren sie mehr über Brustkrebs. Für eine frühzeitige Erkennung, ist es notwendig, die Krankheit und die Risikofaktoren sowie Kontrollmöglichkeiten zu kennen. Wenn Sie mehr darüber wissen möchten, empfehlen wir Ihnen, diesen Beitrag zu lesen.

Was ist Brustkrebs?

Brustkrebs entwickelt sich aufgrund eines bösartigen Tumors, der in den Zellen der Brustdrüse beginnt. Unter bösartigem Tumor versteht man jene Tumorzellen, die im glandulären Gewebe entstehen und sich auf das gesunde Gewebe in der Brust ausweiten.

Warum ist eine frühzeitige Erkennung so wichtig?

Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) bestätigt, dass es sich bei 16% der diagnostizierten Krebsfälle bei Frauen um Brustkrebs handelt. Er ist bei Frauen die am häufigsten vorkommende Krebsart. Deshalb ist es notwendig, besonders auf die frühen Symptome dieser Krankheit zu achten. Wenn sie nämlich zeitgerecht entdeckt wird, sind die Heilungschancen mit der richtigen Behandlung bedeutend größer. Klar ausgedrückt kann eine frühzeitige Erkennung den Unterschied zwischen Leben und Tod ausmachen.

Brustkrebs ist eine Krankheit, die anfangs keine sichtbaren Symptome verursacht. Doch dieser Zeitpunkt ist der beste, um gegen die Krankheit vorzugehen. Laut der American Cancer Association können fast alle Brustkrebspatientinnen bei frühzeitiger Erkennung geheilt werden. Es ist bekannt, dass die durchgeführten Präventionskampagnen sehr effektiv sind und sich die Todesopfer bei dieser Krankheit sehr reduziert haben.

Eine frühzeitige Erkennung ist also ausschlaggebend. Der erste Schritt ist Information, um zu wissen, wie Brustkrebs in einem frühen Stadium zu erkennen ist. Anschließend einige Empfehlungen.

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Risikofaktoren

Risikofaktoren sind jene Voraussetzungen, welche die Wahrscheinlichkeit, an einer Krankheit zu leiden, erhöhen. Auch wenn ein oder zwei Risikofaktoren vorhanden sind, bedeutet dies noch lange nicht, dass die Krankheit bereits besteht oder sich entwickeln wird. Es handelt sich rein um Indikatoren, die uns helfen Gruppen zu bilden, um das Risiko zu messen. Dadurch können wir den Arzt genau informieren und dieser wird die entsprechenden Maßnahmen treffen. Es ist wichtig zu wissen, ob wir zu einer Risikogruppe gehören und welche Vorsichtsmaßnahmen in diesem Fall getroffen werden sollten.

Es gibt zwei Arten von Risikofaktoren: veränderbare und nicht veränderbare. Auch wenn keine direkte Verbindung zwischen veränderbaren Risikofaktoren und Brustkrebs belegt werden konnte, gibt es verschiedene Studien, die auf eine Beeinflussung hinweisen. Wenn wir diese kennen, können wir in unserem Leben die ensprechenden Gewohnheiten verändern.
Nicht veränderbare Faktoren:

  • Frau sein: Der erste Risikofaktor für Brustkrebs ist, Frau zu sein. Männer können zwar auch an Brustkrebs leiden, da sie ebenfalls Brustdrüsen besitzen, doch die Wahrscheinlichkeit ist weitaus geringer als bei Frauen.
  • Über 55 Jahre alt sein: Ein weiteres Risiko, das nicht beeinflusst werden kann, ist das Alter. Mit zunehmendem Alter steigt nämlich die Gefahr, an Brustkrebs zu erkranken. Zwei von drei Patienten mit invasivem Brustkrebs sind älter als 55 Jahre.
  • Genetische Veranlagung: Eine genetische Veranlagung ist der dritt häufigste Risikofaktor. Wer in der Familiengeschichte Patienten mit Brustkrebs hat, sollte sich automatisch regelmäßigen Kontrolluntersuchungen unterziehen. Zwischen 5 und 10% der Fälle sind genetisch bedingt. Laut der American Cancer Association ist die Wahrscheinlichkeit, irgendwann im Laufe des Lebens an Brustkrebs zu erkranken, im Falle von direkten, blutsverwandten Familienangehörigen mit dieser Krankheit, doppelt so groß.
  • Frühere Erkrankung an Brustkrebs: Bei einer Frau, die bereits einmal an Brustkrebs gelitten hat, ist die Wahrscheinlichkeit diese Krankheit erneut zu entwickeln höher.
  • Keine Kínder haben: Frauen, die bis zum 30. Lebensjahr keine Kinder haben, sind einem höheren Risiko für Brustkrebs ausgesetzt.
  • Nicht stillen: Frauen, die ihre Kinder stillen laufen weniger Gefahr, an Brustkrebs zu erkranken.

Veränderbare Faktoren:
Zu diesen Faktoren zählen Fettleibigkeit (insbesondere nach der Menopause), Tabakkonsum, Mangel an körperlichen Aktivitäten sowie eine Östrogentherapie in der Menopause.

Selbstkontrolle

Ab einem Alter von 20 Jahren, sollten Sie Selbstkontrollen durchführen. Wenn diese Untersuchungen in regelmäßigen Abständen durchgeführt werden, können Sie eventuelle natürliche Veränderungen feststellen. So ist es einfacher, Brustkrebs frühzeitig zu erkennen. Alleine durch eine Selbstuntersuchung kann keine Diagnose gestellt werden. Sie müssen die Ergebnisse immer mit Ihrem Arzt besprechen.

Den eigenen Körper und die Brüste zu kennen, erlaubt Ihnen abnormale Veränderungen, Knoten, Entzündungen, Ausfluss, erhöhte Temperatur, veränderte Größe oder Farbe, Hautschuppung, veränderte Farbe der Brustwarze usw. zu beobachten.
Wenn Sie sich nicht sicher sind, wie diese Selbstuntersuchung durchgeführt wird, lassen Sie es sich am besten von Ihrem Arzt erklären.

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Klinische Untersuchungen

Zwischen 20 und 40 Jahren sollten Sie sich klinisch von Ihrem Arzt untersuchen lassen. In diesem Alter werden alle drei Jahre Vorsorgeuntersuchungen empfohlen.

Lassen Sie sich eine Mammographie machen

Ab 40 Jahren sind eine jährliche Vorsorgeuntersuchung sowie eine Mammographie notwendig. Dabei handelt es sich um eine spezielle Röntgenaufnahme, mit der die Brust durchleuchtet werden kann. Diese wird mit ärztlicher Verschreibung durchgeführt und vom behandelnden Arzt analysiert.

Wo und wie kann ich mich klinisch untersuchen lassen?

Lassen Sie sich einfach einen Termin beim Frauenarzt geben. Er wird alle Zweifel sowie mögliche Risikofaktoren klären, die notwendigen Untersuchungen machen und Ihnen zeigen, wie Sie die Selbstuntersuchungen zu Hause durchführen können.

Versuchen Sie einen Arzt zu finden, der Sie gut betreut und dem Sie alle notwendigen Fragen stellen können. Er wird die regelmäßigen Untersuchungen registrieren und Sie darauf aufmerksam machen, wann Sie eine Mammographie benötigen.

Wie Sie sehen, kann Brustkrebs oft mit einfachen Mitteln frühzeitig diagnostiziert werden, was für die Erhaltung unserer Gesundheit äußerst wichtig ist. Und wie schaut es bei Ihnen aus? Führen Sie Selbstuntersuchungen durch? Besuchen Sie regelmäßig Ihren Facharzt?

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