Blinddarmentzündung rechtzeitig erkennen

28 September, 2015
Einige Symptome können zwar mit anderen Leiden verwechselt werden, doch es ist sehr wichtig, eine Blinddarmentzündung rechtzeitig zu diagnostizieren, um eine Peritonitis zu verhindern.

Der Blinddarm ist der Anfangsteil des Dickdarms im rechten Unterbauch, an dem sich ein Anhängsel befindet, der Wurmfortsatz, der ungefähr 1,5 cm dick und 10 – 15 cm lang ist.

Lange ging man davon aus, dass dieser keine Funktion ausübt. Es war nur bekannt, dass es häufig zu Beschwerden kommt, die als Blinddarmentzündung bzw. Apendicitis bekannt sind.

In verschiedenen Studien wurde jedoch herausgefunden, dass der Blinddarm eine Funktion im Immunsystem hat, da er Teil des lymphatischen Systems bildet – ein Netz aus Lymphknoten, die miteinander verbunden sind und die Lymphe in den Lymphgefäßen transportieren.

Die Ursachen für eine Blinddarmentzündung sind noch unbekannt, doch man geht davon aus, dass es sich um eine durch Stuhl, ein fremdes Element oder eher selten einen Tumor verursachte Obstruktion handeln könnte.

Was viele Fachkräfte beunruhigt ist, dass immer noch viele Personen die Symptome dieser Erkrankung nicht kennen, weshalb die Diagnose in manchen Fällen erst in einem schweren Stadium gestellt werden kann.

Die frühzeitige Diagnose einer Blinddarmentzündung ist für die Behandlung ausschlaggebend. Deshalb informieren wir in diesem Artikel über wichtige Anzeichen für diese Erkrankung.

Schmerzen im Bereich des Bauchnabels

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Zu den ersten Anzeichen einer Blinddarmentzündung gehören Schmerzen im Bereich des Bauchnabels oder der Magenmündung, die häufig mit gewöhnlichen Bauchschmerzen verwechselt werden.

Der Unterschied liegt jedoch darin, dass die Schmerzen progressiv und kontinuierlich sind und deshalb nicht mehr als normale Bauchschmerzen empfunden werden.

Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Schmerzen bei Husten oder leichtem Druck intensiver werden.

Um dies festzustellen, wird auf den schmerzenden Bereich mit dem Zeige- und Mittelfinger zwei Minuten lang leichter Druck ausgeübt. Bei einer Blinddarmentzündung kommt es dabei zu verstärkten Schmerzen, was sich auch durch einen Aufschrei äußern kann.

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Zusammenkrümmen beim Gehen

Wenn die Blinddarmentzündung akut ist, krümmen sich die Betroffenen beim Gehen meist zusammen und können sich kaum bewegen. Wenn sie gerade stehen oder gehen möchten, intensivieren sich die Schmerzen und weisen darauf hin, dass etwas nicht in Ordnung ist.

Die meisten Betroffenen bevorzugen im Bett zu ruhen, da sie dabei Erleichterung verspüren.

Du kannst auch testen, ob du beim Hüpfen oder Husten intensivere Schmerzen verspürst. Auch Ärzte überprüfen so vor der Untersuchung und Diagnose, ob es sich eventuell um eine Blinddarmentzündung handeln könnte.

Fieber

Fieber

Es ist bekannt, dass Fieber eine Immunantwort auf verschiedene Gesundheitsstörungen ist, auch hier handelt es sich um ein Warnsignal.

Die normale Körpertemperatur schwankt zwischen 35 und 37ºC, wenn es zu Fieber und gleichzeitig zu anderen Symptomen kommt, ist das ein klares Zeichen für eine mögliche Blinddarmentzündung.

Übelkeit und Brechreiz

Bei fortschreitender Krankheit, kommt es vermehrt zu Übelkeit und Brechreiz.

Diese Symptome können jedoch – wie auch das Fieber – auf andere Beschwerden hinweisen. Es könnte sich beispielsweise auch um eine Magendarmerkrankung handeln. Deshalb ist es wichtig, auch auf andere Symptome zu achten.

Veränderte Stuhlgewohnheiten

Werden die Schmerzen von Problemen bei der Entleerung begleitet? Späte Anzeichen für eine Apendicitis können aufgrund der Entzündung auch Verstopfung oder Durchfall sein.

Appetitlosigkeit

Appetitlosigkeit

Dieses Symptom kann zusammen mit den bereits erwähnten Anzeichen ebenfalls auf eine Blinddarmentzündung hinweisen.

Im Allgemeinen haben die Betroffenen Schwierigkeiten, normal zu essen. Diese können so stark sein, dass deutlich wird, dass es sich nicht um eine Mageninfektion oder einen Virus handelt.

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Welche Komplikationen können auftreten?

Wenn die Warnsignale nicht ernst genommen werden, kann die Krankheit fortschreiten und schwerwiegende Folgen haben.

Eine nicht behandelte Blinddarmentzündung kann andere Organe schädigen und in eine Peritonitis ausarten, die tödlich sein kann.

Es kann auch zur Bildung von Fisteln, Abszessen oder einer infizierten Wunde kommen.

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