4 Dinge, die dich nicht gleich zur Rabenmutter machen

Als Mutter nimmt man sich vor, nur das Beste für sein Kind zu tun. Aber das geht nicht immer.

In den Augen mancher Mitmenschen wird man schnell als „Rabenmutter“ abgestempelt, wenn man gewisse, von anderen erwartete Dinge im Umgang mit seinen Kindern unterlässt. Jedoch ist man nicht sofort eine schlechte Mutter, nur wenn man etwas anders macht als es die Gesellschaft erwartet! Wir zeigen dir hier 4 Dinge im Umgang mit deinem Nachwuchs, bei denen du kein schlechtes Gewissen haben musst.

Einen Wutanfall ignorieren

Besonders peinlich in der Öffentlichkeit: Dein Kind ist wütend, brüllt herum, heult, schreit, weint, tritt gegen Gegenstände, wälzt sich auf dem Boden, läuft rot an und erregt die Aufmerksamkeit aller Mitmenschen. Und das nur, weil du gerade verboten hast, mit dem Handy zu spielen oder eine Süßigkeit nicht gekauft hast, den Spielplatz verlassen möchtest oder eine andere Kleinigkeit vorgefallen ist. Alle Augen richten sich auf dich, die Rabenmutter, die ihr Kind zum Wutanfall bringt. Bleibe ruhig, lasse dein Kind brüllen, toben und Theater machen. Gehst du auf das Spektakel ein und gibst nach, wird das Kind lernen, dass es mit einer solchen Extremsituation bekommt, was es will. Es wird dir diese Szene immer öfter bieten. Auch wenn dich alle vorwurfsvoll anschauen: Bleibe konsequent! Du bist keine Rabenmutter!

HausaufgabenBei einfachen Aufgaben Hilfe verweigern

Dein Kind muss lernen, selbst Verantwortung zu übernehmen. Und das kann es nur durch eigenes, selbstständiges Handeln. Natürlich geht das am Anfang schief, aber nur, wenn das Kind aus den Folgen seines eigenen Handels lernt und daraus Konsequenzen zieht, wird es sich weiter entwickeln. Ist dein Kind schon alt genug, um sich selbst anzuziehen, dann überlasse das dem Kind auch selbst. Auch wenn der Pullover einmal verkehrt herum, das Shirt auf Links oder der rechte Handschuh auf der linken Hand sitzt. Lasse deinem Kind das Erfolgserlebnis, es selbst geschafft zu haben und schimpfe nicht. Steckt der Kopf deines Zwerges im Ärmel statt im Halsausschnitt, lasse deinen Nachwuchs selbst die Lösung finden, statt sofort zur Hilfe zu eilen. Klappt der Knoten vom Schuh nicht, habe Geduld, zeige es an deinem Schuh und lasse es den Knirps nochmal versuchen, statt es gleich für ihn zu erledigen. Auch bei den Hausaufgaben gilt: Stehe zur Hilfestellung bereit, aber liefere niemals die Lösung! Du bist da, um zu helfen. Aber nicht, um deinem „Mini-Me“ gleich alles aus der Hand zu nehmen.

Das Wort „nein“ benutzen

Kinder brauchen Grenzen und Regeln. Und um diese zu vermitteln, musst du das Wort „nein“ öfter einsetzen, als es dir lieb ist. Dem Kind durch ein „nein“ seinen Willen zu verwehren bedeutet nicht, ihm eine schlechte Mutter zu sein. Wichtig ist nur, dass das „nein“ Kontinuität hat. Ist es heute verboten, vor den Hausaufgaben am Computer zu spielen, so muss es morgen auch verboten sein und „nein“ heißen, wenn dein Kind darum bittet. Nutze das „nein“ also nicht aus einer Laune heraus, sondern nur, um deinem Spross damit klare Regeln an die Hand zu geben, nach denen er sich richten kann. Auch, wenn andere meinen, „das hätte ich jetzt aber erlaubt“, lasse dich nicht beirren. Du bist keine schlechte Mutter, wenn du dein „nein“ durchsetzt!

Mutter2Nicht immer da sein

Jede Mutter hat ein schlechtes Gewissen, wenn sie das Kind von anderen Personen betreuen lassen muss. Egal, ob es der Babysitter ist, die Oma, Tagesmutter, das Kindermädchen oder ganz einfach die Nachbarn. Nicht immer für das eigene Kind da sein zu können, bereitet vielen Müttern Kopfzerbrechen. Und nicht selten wird da schnell von „Vernachlässigung“ gesprochen, wenn eine Mutter Vollzeit arbeitet und ihr Kind über Tag betreuen lässt. Wichtig ist allerdings, dass du die Zeit, die du mit deinem Kind verbringst, ihm dann auch widmest. Hast du wegen deiner Arbeit nur abends Zeit für dein Kind, dann vermittele deinem Kind, dass du diese Zeit ganz für es da bist. So nutzt ihr die wenige gemeinsame Zeit intensiv und macht das Beste daraus. Es ist wichtig, dass dein Kind immer weiß: „Mama ist immer da für mich!“ auch, wenn du nicht immer um dein Kind herum bist. Das Vertrauen, sich auf dich verlassen zu können ist für dein Kind wichtig. Und dazu musst du nicht 24 Stunden pro Tag wie ein Hubschrauber um dein Kind herumschwirren.

Auch interessant